"Angemessene" Kosten der Unterkunft (KdU)
Einführung
Die Wohnungsmarktbeobachtung beschäftigt sich seit Einführung des SGB II zum Januar 2005 regelmäßig mit der staatlichen Wohnkostenübernahme für Grundsicherungsempfänger im Rahmen des "Angemessenheitsregimes". Es gilt im Leistungsbereich der Grundsicherung für Arbeitssuchende (Arbeitslosengeld II und Sozialgeld gem. SGB II), von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung (SGB XII) und Leistungen für Asylbewerber (AsylbLG).
Dabei werden, anders als beim klassischen Wohngeld, die Kosten für Unterkunft und Heizung vollständig übernommen, sofern sie insgesamt "angemessen" sind. Mit der Ausgestaltung dieses Angemessenheitsbegriffs hat sich der Gesetzgeber damals wenig, die Sozialgerichtsbarkeit seither aber umso mehr beschäftigt.
Die Wohnungsmarktbeobachtung untersucht dabei zum einen, wie sich das damals eingeführte Leistungsssystem auf den Wohnungsmarkt und die Stadtentwicklung auswirkt.
Zum anderen kann die Wohnungsmarktbeobachtung Daten für kommunale KdU-Richtlinien, Satzungen oder grundsicherungsrelevante Mietspiegel bereitstellen.
Zu beiden Aspekten gibt es inzwischen
- eine Reihe von einschlägigen Veröffentlichungen, für die wir eine Literatur- und Liste mit Links begonnen haben
- in vielen regulären Wohnungsmarktberichten Kapitel, die sich mit der Wohnsituation der Grundsicherungsempfänger und der Mietentwicklung im preisgünstigen Wohnungsmarktsegment auseinandersetzen.
- Material aus der Arbeitsgruppe Methoden des Forums KomWoB. Hier wurde vor allem der Ansatz entwickelt, das angemessene Wohnungsangebot anhand einer Analyse von Wohnungsangeboten in Zeitungen oder Internet abzuschätzen.
- Außerdem wurden im Forum KomWoB für diesen Teilmarkt spezielle Indikatoren entwickelt.
Einen Überblick über die Dokumente und Arbeitshilfen erhalten Sie, wenn Sie in der Stichwortsuche der Wissensdatenbank nach dem Schlagwort "Kosten der Unterkunft/Hartz IV/Angemessenheit" suchen.
Gern weisen wir auch auf weitere Veröffentlichungen von Ihnen hin bzw. stellen sie auch gern in die KomWoB-Wissendatenbank ein. Bitte nehmen Sie dazu Kontakt mit uns auf.
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