Wohnungsmarktbeobachtung Baden-Württemberg 2012

Überblick mit Downloadmöglichkeit

Aus dem Vorwort zur Ausgabe 2012

2012 hat sich die wirtschaftliche Dynamik in Baden-Württemberg merklich abgeschwächt. Die Wirtschaftsleistung erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig, so dass das Wachstum hinter dem in Deutschland zurückblieb.
Trotz gedämpfter Konjunktur ist die Lage auf dem Arbeitsmarkt nach wie vor stabil; die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten nahm mit 2,2 % stärker zu als im Bundesgebiet, und die Arbeitslosenquote ist sogar geringfügig auf 3,9 % gesunken.

Von dieser insgesamt günstigen Beschäftigungssituation sind positive Impulse für die Nachfrage nach Wohnimmobilien zu erwarten, die auch in weiter steigenden Zahlen der Baufertigstellungen zum Ausdruck kommt. Diese Entwicklung wird durch Bevölkerungswachstum, zunehmende Kaufkraft der privaten Haushalte und günstige Finanzierungsbedingungen befördert.

Allerdings gibt es Anzeichen dafür, dass die Zahl der Baufertigstellungen 2012 trotz einer merklichen Zunahme im Vergleich zu 2011 den Bedarf an Wohnungen nicht abdecken kann. Daher ist zu erwarten, dass Angebotslücken und entsprechender Preisdruck in vielen Regionen und Teilsegmenten des baden-württembergischen Wohnungsmarktes
mittlerweile deutlich spürbar werden. Dementsprechend ziehen die Immobilienpreise und Mieten zum Teil kräftig an. Diese Entwicklung erfolgt regional stark differenziert. So haben sich die Immobilienpreise und Mieten in den Ballungsräumen und im Bodenseegebiet wesentlich dynamischer entwickelt als in den eher ländlichen Regionen.

Im Allgemeinen lassen sich derzeit hohe Preisniveaus in jenen Regionen beobachten, in denen das Angebot knapp sein dürfte. Aufgrund steigender Energiepreise stehen die Haushalte weiterhin höheren Wohnkosten gegenüber. Aus diesem Grund wird das Thema energetische Sanierung auch in Zukunft ein Thema der Wohnungswirtschaft bleiben.

Eine weitere Herausforderung ergibt sich aus dem demographischen Wandel. Zwar muss Baden-Württemberg in den kommenden 20 Jahren landesweit keinen gravierenden Rückgang der Einwohnerzahl befürchten, doch unabhängig davon ändert sich aufgrund der Bevölkerungsalterung die Qualität der Wohnungsnachfrage. Im Schwerpunktkapitel wird im ersten Abschnitt die zukünftig zu erwartende Nachfrage Älterer auf den Wohnungsmärkten dargestellt. Im zweiten Abschnitt wird das Angebot von Wohnungen analysiert, die speziell auf die Bedürfnisse älterer
Menschen abgestimmt sind. Hierzu wurde eine schriftliche Befragung von Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsunternehmen realisiert
und fünf Themenblöcke zur allgemeinen Entwicklung des jeweiligen Unternehmens, zu dessen Struktur von Wohnungsbestand und Mietern, zu altersgerechtem Wohnraum und seiner Finanzierung sowie zu zusätzlich angebotenen Dienstleistungen und Wohnumfeldbedingungen bearbeitet.

Download

Der Bericht erschien in den Jahren 1992-2004 quartalsweise, ab 2012 einmal jährlich. In Zukunft soll der Bericht alle zwei Jahre veröffentlicht werden.

Sämtliche Ausgaben seit 1998 stehen auf der Website der L-Bank zum Download bereit


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