Bericht "Wohnen und Bauen - Monitoring 2018" der Stadt Bremen

Inhaltsübersicht und Link zum Download

Der vorliegende zweite Bericht zum Monitoring „Wohnen und Bauen“ stellt eine Zusam-menfassung wohnungsmarktrelevanter Daten dar. Erstmalig werden auch Aussagen zu Kauf- und Mietpreisen getroffen. Eine Interpretation der Ergebnisse erfolgt nicht. Das Monitoring  dient als Instrument der Datenanalyse und soll eine belastbare Grundlage für strategisches Handeln von Politik, Verwaltung und privaten Marktakteuren liefern.

Der komplette Bericht kann auf der Website der Stadt heruntergeladen werden:

Ausgewählte Befunde

Die Bremer Bevölkerung wächst

Die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner Bremens als elftgrößter Stadt Deutschlands mit ca. 566.000 Einwohnern (2016) unterlag in der Vergangenheit größeren Schwankungen. Seit 2011 ist ein leichter Zuwachs zu verzeichnen, den es so seit der deutschen Wiedervereinigung in Bremen nicht mehr gegeben hat. Dazu tragen vor allem die Zuwanderungen bei. Erfreulicherweise ist in den letzten Jahren auch die Zahl der Geburten gestiegen, so dass Bremen eine nahezu ausgeglichene Entwicklung bei den Geburten und den Sterbefällen aufweist.

Das Wachstum in Bremen kommt von außen

Bremen wächst durch Zuzüge aus dem Bundesgebiet und dem Ausland. Dabei sind die höchs-ten Wanderungsgewinne aus dem Ausland zu verzeichnen.

Bremen wird älter

Der Anteil älterer Personen nimmt zu. Diese Entwicklung betrifft nicht alle Ortsteile gleicherma-ßen. Es gibt Ortsteile, deren Bevölkerung jünger ist bzw. die sich zurzeit im Generationswech-sel befinden.

In Bremen wohnt man allein oder zu zweit

Über die Hälfte der Haushalte in Bremen sind Einpersonenhaushalte.
Insgesamt sind 80% der Bremer Haushalte Ein- und Zweipersonenhaushalte. In den letzten Jahren ist die Zahl der größeren Haushalte wieder leicht gestiegen.

In Bremen dominieren Ein- und Zweifamilienhäuser

Etwa 78% des Bremer Wohngebäudebestandes wird von Gebäuden mit einer oder zwei Woh-nungen (EFH) gebildet.

Bremen hat eine hohe Eigentümerquote

Bremen hat mit 38 % eine für deutsche Großstädte vergleichsweise hohe Eigentümerquote im Bestand.

Bremen baut

In 2016 belief sich der gesamte Wohnungsbestand auf etwa 293.000 Wohnungen. Von 2013 bis 2017 wurden 6.241 Wohnungen neu gebaut. Eine Vielzahl dieser neu gebauten Wohnungen sind durch Wohnungsunternehmen errichtet worden. Dabei wurden in den letzten Jahren mehr Wohnungen in Mehrfamilien- als in Einfamilienhäusern gebaut.

Die Wohnraumförderung wirkt

Mit der Einführung einer Förderquote von 25 % und den drei Wohnraumförderprogrammen seit 2012 konnte der Rückgang des Bestandes an gebundenen Wohnungen abgeschwächt werden. Im Jahr 2017 lag der Bestand an preisgebundenen Wohnungen bei 6.885. Bis 2020 wird von einem leichten Wachstum des Bestandes auf etwa 7.600 Wohnungen ausgegangen.

Die Immobilienpreise steigen

In Bremen ist der Kaufpreis für eine Wohnimmobilie, sei es ein Haus oder eine Eigentumswoh-nung, gestiegen. In den zentralen Stadtteilen ist eine deutlich dynamischere Preisentwicklung festzustellen als in Gebieten am Stadtrand.
Der Vergleich der Preise für Wohnimmobilien in Bremen mit den Kaufpreisen anderer Städte ähnlicher Größenordnung zeigt, dass Bremen im (unteren) Mittelfeld liegt. Gebrauchte Immobi-lien mit einfachem und mittlerem Wohnwert sind in Bremen immer noch günstiger zu erwerben als in anderen vergleichbaren Städten.

Die Mietpreise entwickeln sich in den Quartieren sehr unterschiedlich

Etwa 170.000 Wohnungen in der Stadt sind Mietwohnungen. Das sind ungefähr 58 % aller Wohnungen. 97.000 Mietwohnungen werden von privaten Kleineigentümern und Eigentümergemeinschaften gehalten, das sind ca. 60%. Die größeren Bestände der Wohnungsunternehmen umfassen insgesamt ca. 73.000 Mietwohnungen. Zum Stichtag 01.03.2018 lagen die Bestandsmieten für Bremen im Durchschnitt bei 5,91 €/m² Wohnfläche. Bei der räumlichen Verteilung zeigt sich, dass die Mieten in den zentrumsnahen Stadtteilen höher sind als in Randlagen. Der gesamtstädtische Median der Angebotsmieten lag 2017 bei 8,03 €/m² netto kalt. Wenn man die Neuvermietungen der großen Wohnungsunternehmen von 2015 bis 2018 betrachtet, ergibt sich eine Miete von durchschnittlich 6,50 €/m² netto kalt.

 

 


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