Soziale Wohnraumförderung NRW 2016

Statistischer Bericht zum Förderergebnis insgesamt und nach Förderprogrammen in Nordrhein-Westfalen 2016

Im Jahr 2016 standen insgesamt 1,1 Mrd. € für die soziale Wohnraumförderung zur Verfügung, aufgeteilt auf fünf Förderschwerpunkte. Die Mittel des Gesamtprogramms wurden im Laufe des Jahres um 300 Mio. € aufgestockt. Es wurden insgesamt 11.149 Wohneinheiten mit rund 1.060 Mio. € gefördert. Die Programmausschöpfung lag bei 96,4 Prozent (2015: 83,6%) und insgesamt wurden 58,5 Prozent mehr Mittel abgefragt als im Vorjahr. Damit ist das Jahr 2016 eines der besten Förderjahre seit dem Jahr 2000.

Mietwohnungen – weiter deutlich gestiegene Programmausschöpfung

Im Förderbereich zu Neubau und Neuschaffung von Mietwohnraum wurden mit rund 978 Mio. € insgesamt 9.301 Wohneinheiten gefördert. Diese teilen sich auf in 7.110 neu gebaute Mietwohnungen, 511 im Gebäudebestand neu geschaffene Mietwohnungen, 24 Pflegewohnplätze, 582 Plätze in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen sowie 1.074 Wohnheimplätze für Studierende. Aufgrund der hohen Nachfrage in diesem Programmbaustein wurden Mittel umgeschichtet, sodass die Programmausschöpfung rund 116 Prozent beträgt. Besonders hervorzuheben ist auch in diesem Jahr das im Juni 2015 angelaufene Programm zur Schaffung von Wohnraum für Flüchtlinge. Mit Mitteln aus diesem Programm konnten 1.429 Wohneinheiten geschaffen werden (2015: 1.027). Auch die weiter verbesserten Förderkonditionen trugen zu der positiven Gesamtentwicklung bei. Im Jahr 2016 wurden Tilgungsnachlässe in Höhe von rund 223 Mio. € (2015:97 Mio. €) im Mietwohnungsneubau bewilligt.

Neubau Eigentumsmaßnahmen – programmgemäße Entwicklung

Mit rund 24 Mio. € wurden 229 Eigenheime und Eigentumswohnungen gefördert (2015: 32 Mio. €; 319 Eigenheime und Eigentumswohnungen). Die politische Zielsetzung sieht vor, den Neubau von selbst genutztem Wohneigentum nur noch in Kommunen mit überdurchschnittlichem und hohem Bedarf zu fördern. Die Programmnutzung erfährt einen abnehmenden Trend und beträgt rund 27 Prozent (2015: 40,6%). Aufgrund des im Jahr 2016 anhaltend niedrigen Zinsniveaus gelingt es den Einkommensgruppen, die früher auf eine Förderung angewiesen waren, die Finanzierung einer Eigentumsmaßnahme auch ohne Förderung sicherzustellen.

Bestandsförderung – deutlich geringeres Volumen als im Vorjahr

Im Rahmen der Bestandsförderung wird neben der Modernisierung von Wohnraum auch der Erwerb bestehenden Wohnraums zur Selbstnutzung gefördert. Im Jahr 2016 wurden im Rahmen der Bestandsförderung insgesamt 1.619 Wohneinheiten mit rund 58 Mio. € gefördert. Die abgerufenen Mittel in diesem Baustein liegen damit rund 54 Prozent unter dem Vorjahreswert. Allerdings war das Ergebnis von 2015 aufgrund der Initiative „Besser wohnen – Energetische Sanierung plus“ vergleichsweise hoch, sodass 2016 insgesamt an das Niveau der Jahre vor 2015 angeknüpft wird.

Steigerung auch bei Mitteln für Quartiersmaßnahmen

Mit 1.448 geförderten Wohneinheiten durch Quartiersmaßnahmen wurden zwar weniger Wohnungen gefördert als im Vorjahr (1.955), bei den abgerufenen Mitteln ist jedoch mit rund 117,5 Mio. € ein Anstieg von 11,3 Prozent zu verzeichnen. Zurückzuführen ist das hauptsächlich auf die Verschiebung der Aufteilung der geförderten Wohneinheiten hin zu mehr Quartiersmaßnahmen im Mietwohnungsneubau und weniger bei Investitionen im Bestand. Das Programm hat seit seinem Start im Jahr 2013 stetig an Bewilligungsvolumen gewonnen. Im Rahmen der Quartiersentwicklung können Maßnahmen der Bausteine Mietwohnungsneubau, Bestandsinvestition und selbst genutztes Wohneigentum gefördert werden.