Veranstaltungsdokumentation "Hartz IV und der Wohnungsmarkt NRW" (1. wohnungspolit. Kolloquium 2008)

Dokumentation des 1. Dortmunder wohnungspolitischen Kolloquiums von IRPUD und NRW.BANK am 16. April 2008 mit den Beiträgen der Referent/innen.

1. Dortmunder wohnungspolitisches Kolloquium (2008)

Mit der „Grundsicherung für Arbeitssuchende“, besser bekannt als Hartz IV, wurde das Leistungssystem der Sozialhilfe in modifizierter Form auf alle Langzeitarbeitslosen und ihre Familien ausgedehnt. Damit verbunden war ein Umbau der Wohnbeihilfen für einkommensschwache Haushalte. Die Mehrheit der bisherigen Wohngeldempfänger (in den Großstädten bis zu 20%der Haushalte) unterliegt nun den Regeln von SGB II und XII: Ihre Wohnkosten werden komplett übernommen, so lange sie „angemessen“ sind.

Was angemessen bedeutet, definieren die Kommunen – und kanalisieren damit einen großen Teil der Wohnungsnachfrage. Die Folgen für die Leistungsempfänger wie für den Wohnungsmarkt hängen davon ab, wie gut die Angemessenheitsgrenzen zur örtlichen Wohnungsmarktrealität passen. Leider gibt es bislang kaum Untersuchungen zu dieser Frage.

Mit der Tagung trugen die Veranstalter daher in einem fachübergreifenden Erfahrungsaustausch bisherige Erkenntnisse zusammen und stellten sie zur Diskussion . Unter anderem wurden folgende Themen diskutiert:

  • Wie gehen die zuständigen Behörden mit den Unterkunftskosten um?
  • Wie wird „angemessen“ definiert?
  • Welchen Spielraum lassen Rechtsprechung und Kostendruck?
  • Was sind die häufigsten Konflikte?
  • Welche Wirkungen zeigen sich im Quartier?
  • Passen die kommunalen Angemessenheitskriterien zur Wohnungsmarktlage?
  • Wie lassen sich „angemessene“ Kriterien ermitteln?

 

Die Tagung richtetr sich an Kommunen, ARGEN,Wohnungsunternehmen und andere Fachleute mit Bezug zum Thema. Die Veranstalter IRPUD und NRW.BANK waren sehr erfreut über das große Interesse an der Fachtagung. Rund 170 TeilnehmerInnen trugen zu einer gelungenen Veranstaltung und einer regen fachlichen Diskussion bei.

Die Beiträge der Referent/innen, eine Zusammenfassung und zusätzliches Material finden Sie hier zum Download.