Soziale Wohnraumförderung NRW 2015

Statistischer Bericht zum Förderergebnis insgesamt und nach Förderprogrammen in Nordrhein-Westfalen 2015

Im Jahr 2015 standen insgesamt 800 Mio. € für die soziale Wohnraumförderung zur Verfügung, aufgeteilt auf fünf Förderschwerpunkte. Insgesamt wurden 9.195 Wohneinheiten mit rund 668,97 Mio. € gefördert. Die Programmausschöpfung lag bei 83,6 Prozent und es wurden 27,8 Prozent mehr Mittel abgefragt als im Vorjahr.

Mietwohnungen – weiter deutlich gestiegene Programmausschöpfung

Im Förderschwerpunkt „Neuschaffung von Mietwohnungen“ wurden mit rund 472 Mio. € insgesamt 4.831 Wohneinheiten gefördert. Diese teilen sich auf in 3.943 neu gebaute Mietwohnungen, 615 im Gebäudebestand neu geschaffene Mietwohnungen und 273 Plätze in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen. Im Programm „Neuschaffung von Mietwohnungen“ konnte die Ausschöpfung gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert werden. Es wurden 14,7 Prozent mehr Mittel zugesagt als im Jahr 2014. Insbesondere die verbesserten Förderkonditionen trugen zu der positiven Gesamtentwicklung bei. So wirkte die Erhöhung der Tilgungsnachlässe weiter belebend auf den sozialen Mietwohnungsneubau. Im Jahr 2015 wurden Tilgungsnachlässe in Höhe von rund 97 Mio. € (2014: 37 Mio. €) im Mietwohnungsneubau bewilligt.

Wohnraum für Flüchtlinge – Förderbaustein erfolgreich angelaufen

Besonders positiv hervorzuheben ist im Förderschwerpunkt „Neuschaffung von Mietwohnungen“ das im Juni 2015 angelaufene Programm zur Schaffung von Wohnraum für Flüchtlinge. Mit Mitteln dieses Programms konnten 1.027 Wohneinheiten gefördert werden.

Studentischer Wohnraum – deutlich mehr geförderte Wohnheimplätze

Für Studierende wurden 33 Mietwohnungen und 719 Heimplätze mit rund 38 Mio. € gefördert. Besonders das Segment „Wohnheimplätze für Studierende“ hat gegenüber dem Vorjahr stark zugelegt. Der Programmbaustein hat sich etabliert.

Neubau Eigentumsmaßnahmen – programmgemäße Entwicklung

Mit rund 32 Mio. € wurden 319 Eigenheime und Eigentumswohnungen gefördert. Die politische Zielsetzung sieht vor, den Neubau von selbst genutztem Wohneigentum nur noch in Kommunen mit überdurchschnittlichem und hohem Bedarf zu fördern. Die Programmnutzung hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich geändert. Das Programm wurde zu 40,6 Prozent ausgeschöpft.

Bestandsförderung – deutlich gestiegenes Volumen

Im Rahmen der Bestandsförderung wird neben der Modernisierung von Wohnraum auch der Erwerb bestehenden Wohnraums zur Selbstnutzung gefördert. So wurden im Rahmen der Bestandsförderung insgesamt 3.293 Wohneinheiten mit rund 126,5 Mio. € gefördert. Damit hat sich das Ergebnis in diesem Baustein gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt (+113% abgerufene Mittel). Zur Programmsteigerung hat insbesondere die Belebung der Förderung im Baustein zur Verbesserung der Energieeffizienz beigetragen. Mit 2.581 geförderten Wohnungen mit einem Volumen von rund 99 Mio. € und bewilligten Tilgungsnachlässen in Höhe von 26,3 Mio. € wurden mehr als doppelt so viele Wohneinheiten gefördert wie im Vorjahr. Für die Belebung ist vor allem die Initiative „Besser Wohnen – Energetische Sanierung Plus“ verantwortlich. Diese Gemeinschaftsinitiative mehrerer Wohnungsunternehmen und des Bauministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen hat die energetische Sanierung und die Erneuerung großer Quartiere bei gleichzeitiger Sicherstellung günstiger Mieten zum Ziel. Mit der Initiative konnten 1.186 Wohneinheiten mit rund 59 Mio. € Förderung bewilligt werden.

Hohe Steigerung auch bei Quartiersmaßnahmen

Für 1.955 im Quartier geförderte Wohnungen wurden rund 106 Mio. € abgerufen. Das Programm hat seit seinem Start im Jahr 2013 stetig an Bewilligungsvolumen gewonnen. Die deutliche Volumensteigerung im Jahr 2015 ist, wie auch der deutliche Anstieg im Baustein zur Verbesserung der Energieeffizienz, auf die Initiative „Besser Wohnen – Energetische Sanierung Plus“ zurückzuführen.