Soziale Wohnraumförderung NRW 2014

Statistischer Bericht zum Förderergebnis insgesamt und nach Förderprogrammen in Nordrhein-Westfalen 2014

Im Jahr 2014 standen insgesamt 800 Mio. € für die soziale Wohnraumförderung zur Verfügung, aufgeteilt auf fünf Förderschwerpunkte. Insgesamt wurden 6.713 Wohneinheiten mit rund 524 Mio. € gefördert. Die Programmausschöpfung lag bei 65,4 Prozent und es wurden 4,2 Prozent mehr Mittel abgefragt als im Vorjahr.

Mietwohnungen – gestiegene Programmausschöpfung

Im Förderschwerpunkt „Neuschaffung von Mietwohnungen“ wurden mit rund 412 Mio. € 3.938 Wohneinheiten gefördert. Diese teilen sich auf in 3.426 neu gebaute Wohnungen, 69 im Gebäudebestand neu geschaffene Mietwohnungen und 443 Plätze in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen. Im Mietwohnungsbau konnte die Programmausschöpfung gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert werden. Es wurden 13,4 Prozent mehr Mittel zugesagt als 2013. Die Verbesserung der Förderkonditionen (erhöhte Grundpauschalen, Einführung von Tilgungsnachlässen mit 37 Mio. € Bewilligungen) hat zu dieser positiven Entwicklung beigetragen.

In der räumlichen Verteilung konnte der Anteil von geförderten Wohnungen in Gemeinden der höheren Bedarfs- und Mietniveaus gesteigert werden. Hier gelten höhere Fördersätze als in den unteren Mietniveaus. Zusätzlich sind die Fördersätze insgesamt angehoben worden. Das erklärt, warum mit einem gestiegenen Bewilligungsvolumen eine gegenüber dem Vorjahr geringere Zahl an geförderten Mietwohnungen einhergeht.

Studentischer Wohnraum – Förderbaustein erfolgreich angelaufen

50 Mietwohnungen und 137 Heimplätze für Studierende wurden mit rund 11 Mio. € gefördert. Dieser Förderbaustein ist damit bereits im ersten Jahr erfolgreich angelaufen.

Neubau Eigentumsmaßnahmen – programmgemäße Entwicklung

Mit rund 41 Mio. € wurden 454 Eigenheime und Eigentumswohnungen gefördert. Entsprechend der Programmzielsetzung, den Neubau von selbst genutztem Wohneigentum nur noch in Kommunen mit überdurchschnittlichem und hohem Bedarf zu fördern, ist die Programmnutzung gegenüber dem Vorjahr deutlich zurückgegangen. Das Programm wurde zu 51,5 Prozent ausgeschöpft.

Bestandsförderung – ebenfalls leicht gestiegenes Volumen

Im Rahmen der Bestandsförderung wird neben der Modernisierung von Wohnraum auch der Erwerb bestehenden Wohnraums zur Selbstnutzung gefördert. Insgesamt wurden 2.134 Wohneinheiten mit rund 59 Mio. € gefördert. Es wurden rund 6 Prozent mehr Mittel zugesagt als im Vorjahr. Zur Programmbelebung hat insbesondere der Baustein zur Verbesserung der Energieeffizienz beigetragen. Mit 1.098 geförderten Wohnungen wurden 326 mehr gefördert als noch im Jahr 2013. In diesem Baustein wurden 5,6 Mio. € Tilgungsnachlass bewilligt.

Auch der Baustein zur denkmalgerechten Erneuerung hat sich positiv entwickelt. Nach der grundlegenden Weiterentwicklung dieses Bausteins im Jahr 2013 wurden im Jahr 2014 bereits 124 Wohneinheiten mit rund 5 Mio. € gefördert.

Deutliche Steigerung bei Quartiersmaßnahmen

Für 867 im Quartier geförderte Wohnungen wurden rund 68 Mio. € abgerufen. Das Programm ist im Jahr 2013 angelaufen und hat im Jahr 2014 deutlich an Bewilligungsvolumen gewonnen. Im Rahmen der Quartiersentwicklung können Maßnahmen nach allen anderen Förderbausteinen gefördert werden. Die bereitgestellten Mittel sind entsprechend unter den anderen Bausteinen dargestellt.


Materialien

Soziale Wohnraumförderung 2014 - Statistischer Bericht Bericht zum Förderergebnis für Nordrhein-Westfalen 2014