Wfa-Befragungsergebnisse 2009 - Schwerpunkt: Modernisierung des Wohnungsbestandes

Auswertungen aus den beiden empirischen Erhebungen "Wohnungsmarktbarometer NRW" und "wohnungswirtschaftliche Befragung NRW" 2009

Kurzfassung der Ergebnisse

  • 78,3 Prozent der Wohnungsunternehmen gaben an, zum wiederholten Mal an der Wohnungswirtschaftlichen Befragung teilgenommen zu haben.
  • Die Fachleute erwarten eine leichte Zunahme des Nachfragedrucks im mittleren und günstigen Mietwohnungsteilmarkt.
  • Landesweit stiegen die Mieten leicht an. Zwischen den Regionen des Landes bestehen jedoch erhebliche Unterschiede in den Mietentwicklungen. Während die Mieten in den Hochpreisregionen weiter steigen, gehen sie in den stark entspannten Märkten weiter zurück.
  • Die Leerstandsquote geht leicht unter das Vorjahresniveau zurück. Hauptursache für den Wohnungsleerstand bleiben die unattraktive Ausstattung der Wohnung sowie deren problematisches soziales Umfeld.
  • Familiäre Veränderungen, Umstellungen im persönlichen Leben des Mieters sowie der Wechsel des Arbeitsplatzes bleiben die Hauptgründe für einen Wohnungswechsel.
  • Mehrheitlich schätzen die Marktexperten die Kostenobergrenzen von Hartz IV als „der Marktlage angemessen“ ein. Wohnungsunternehmen spüren eine stärkere Nachfrage nach kleinen und günstigen Wohnungen.
  • Als insgesamt „gut geeignet“ bewerten die Fachleute Kommunale Handlungskonzepte Wohnen als Instrument zur strategischen Planung im Themenfeld Wohnen.
  • Finanz- und Wirtschaftskrise bremsen nach Meinung der Fachleute das Investitionsklima und lenken den Fokus der Maßnahmen auf Investitionen in den Wohnungsbestand. Tatsächlich lag der Schwerpunkt der getätigten Investitionen der Wohnungsunternehmen auf Wohnumfeldmaßnahmen und der energetischen Sanierung.
  • Als Bremse der Investitionen gilt neben der Wirtschafts- und Finanzkrise auch die mangelnde Vernetzung der Marktakteure (insbesondere die Einbeziehung der privaten Eigentümer). Diese Einschätzung gibt den deutlichen Hinweis, Housing Improvement Districts und Kommunale Handlungskonzepte Wohnen weiter zu erproben.
  • Rund die Hälfte aller Wohnungen ist modernisiert oder entspricht zeitgemäßen Standards. Nur ein geringer Teil der Wohnungen ist unmodernisiert. Lediglich bei den Wohnungen, die vor Ende der 1960er Jahren gebaut wurden, liegt der Anteil unmodernisierter Wohnungen etwas höher.
  • Insgesamt sind die befragten Wohnungsunternehmen bereit, mit Investitionen ihre Bestände an die heutige Nachfrage anzupassen. Dabei stehen Maßnahmen im Mittelpunkt, die der Aufwertung der Bestände insgesamt dienen.