Wohnungsmarktbeobachtung Rheinland-Pfalz 2015

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Zusammenfassung

Die demografische Spaltung des Landes hat sich seit Ende 2012 praktisch unverändert fortgesetzt. Der wieder zunehmende Wohnungsneubau wirkt unterdessen entlastend auf die Wohnungsmärkte. Insbesondere hat er sich erfreulicherweise stärker in die Zuwanderungsregionen des Landes verschoben.

Die regional unterschiedliche Entwicklung der Mieten und Immobilienpreise hat sich in Rheinland-Pfalz gleichzeitig weiter fortgesetzt. Zuletzt sind jedoch die Mieten in den Städten Koblenz und Ludwigshafen sogar stärker als in den Städten Mainz und Trier gestiegen, in denen die Ausweitung des Angebotes über Neubau sicherlich bremsend auf die Preise gewirkt haben dürfte. Die hohen Steigerungsraten in Koblenz und Ludwigshafen sollten weiter beobachtet werden.

Die derzeitige Flüchtlingswelle und deren Ausmaß sind in den hier dargestellten Wanderungszahlen und Bevölkerungszahlen am aktuellen Datenrand jedoch noch gar nicht enthalten. Die Flüchtlingszuwanderung stellt die Kommunen allerorts vor große Herausforderungen. Insbesondere gilt dies für eine angemessene Unterbringung der Asylbegehrenden. Der Wohnungsleerstand verteilt sich derweil sehr unterschiedlich innerhalb des Landes.

Eine gezielte Unterbringung – insbesondere von Familien – in den ländlichen Kreisen könnte eine sinnvolle Maßnahme sein. Auch wenn derzeit noch unklar ist, wie viele der Flüchtlinge anerkannt und zumindest mittelfristig in Deutschland bleiben werden, könnte dies positive Nebeneffekte mit sich bringen. Für schrumpfende Regionen birgt dies unter anderem auch die Chance, ihren negativen Wachstumspfad abzuschwächen. Zudem kann die Integration von Familien auf dem Land besser und schneller gelingen, wenn sie in kleineren Gruppen und kleineren Gemeinden statt massenhaft in anonymen Großstädten stattfinden soll. Auf der anderen Seite können gleichzeitig ohnehin angespanntere Wohnungsmärkte in anderen Teilen des Landes entlastet werden.

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