Wohnungsmarktentwicklung in Rheinland-Pfalz 2013 (GEWOS)

Zusammenfassung zur GEWOS-Studie für die VdW RW und SW mit Downloadlink

Inhaltsüberblick

Wie im Vorjahr haben der VdW südwest und der VdW Rheinland Westfalen GEWOS Hamburg mit der Studie zum rheinland-pfälzischen Wohnungsmarkt beauftragt.

Danach ist zukünftig auf den rheinland-pfälzischen Wohnungsmärkten mit einer sich weiter verstärkenden Ausdifferenzierung der Regionen zu rechnen. Die strukturellen Unterschiede innerhalb des Landes werden sich weiter verstärken. Insbesondere in den Ober- und Mittelzentren in Rheinhessen, der Rheinpfalz sowie in der Wohnungsmarktregion Trier ist auch bis 2030 mit einer weiter steigenden Wohnungsnachfrage zu rechnen. Landesweit gewinnen vor allem die wirtschaftlichen Zentren des Landes, insbesondere die Universitätsstädte Mainz und Trier, weiter an Attraktivität.

In dieser Entwicklung schlägt sich auch der aktuelle Trend zum Wohnen in der Stadt nieder, der derzeit parallel zur nach wie vor verbreiteten Verlagerung des Wohnsitzes von Familien-, aber auch Paar- und Singlehaushalten aus der Kernstadt in das preisgünstigere, grüne Stadtumland stattfindet. Viele städtisch geprägte Haushalte möchten auf die gewohnte Infrastruktur mit einem guten Einkaufs-, Kultur- und Freizeitangebot nicht verzichten und bleiben in ihrem städtischen Wohnumfeld.

So haben sich vor allem in den Universitätsstädten teilweise die Mietentwicklung und die Entwicklung der Mietbelastung von der Kaufkraftentwicklung entkoppelt. In Trier und Ludwigshafen liegt zudem eine besonders angespannte Nachfragesituation im Hinblick auf das Angebot an preisgünstigen Wohnungen vor. Eine besonders dynamische Entwicklung zeigt derzeit die vom luxemburgischen Marktgeschehen beeinflusste Wohnungsmarktregion Trier mit dem umliegenden Landkreis Trier-Saarburg. Die günstige Nachfrageentwicklung speist sich sowohl aus der Zugkraft von Arbeitsplatzangebot und Universität, als auch aus dem grenzüberschreitenden Nachfragedruck des wirtschaftsstarken Luxemburg, der auf die gesamte Obermoselregion ausstrahlt.
Neben den Kernstädten sind auch in mehreren Mittelzentren wirtschaftsstarker Regionen deutliche Mietpreissteigerungen zu beobachten, vor allem in Landau, Bad Kreuznach und Neustadt an der Weinstraße.

Findet keine Entlastung auf der Angebotsseite statt, ist im mittleren und unteren Preissegment von einer weiteren Anspannung auszugehen. Kaufkräftige Nachfrager sind von der Angebotsverknappung weniger betroffen, denn bisher konzentriert sich die Bautätigkeit auf angespannten Märkten auf das höherpreisige Segment.
Um das Angebot im mittleren Preissegment zu stärken, wird dagegen der geförderte Neubau von Mietwohnungen erforderlich sein.

Download

Eine Kurzfassung der Studie steht auf den VdW-Website zum Download bereit:
http://www.wohnungswirtschaft-aktuell.de/fileadmin/www.vdw-sw.de/pm/PM-240512_Studie.pdf


Materialien