Wie können wir Investoren für die soziale Wohnraumförderung begeistern? Dokumentation des 27. Treffens der AG Konzepte

Praxisberichte und Erfahrungsaustausch der Kommunen am 10.7.2013

Wo und wann?

Essen, Rathaus (Raum 1.16)
10.07.2013 09:15
bis
10.07.2013 13:00

Dieses Treffen der AG Konzepte beschäftigte sich mit der mancherorts nahezu verzweifelten Suche nach Investoren für die soziale Wohnraumförderung. Das niedrige Zinsniveau auf dem Finanzierungsmarkt lässt den Zinsvorteil der öffentlichen Fördermittel immer weiter schrumpfen. So sinkt der Anreiz für Investoren, dafür die vermeintlichen Nachteile der sozialen Bindungen in Kauf zu nehmen.

Wie können Kommunen dennoch Investoren für den sozialen Wohnungsbau gewinnen? Gute Argumente dafür gibt es immer noch: Erstens sind die Förderbedingungen aber gar nicht mehr so restriktiv, wie viele meinen. Zweitens gibt es viele Möglichkeiten, von den Standard-Bestimmungen abzuweichen und andere Regelungen auszuhandeln, die für den jeweiligen Standort und Investor passen. Viele Kommunen haben zudem Instrumente erprobt, den Druck auf Investoren zu erhöhen, geförderten Wohnraum zu schaffen, etwa durch eine Förderquote bei Neubauvorhaben.

Programm

(alle Beiträge als PDF s.u.)

  1. Einführung ins Thema: Wohnraumfördermittel als Ladenhüter?
    Karl Hofmann, Teamleiter Wohnungsmarktbeobachtung bei der NRW.BANK, stellt aktuelle Zahlen der Förderstatistik, mögliche Erklärungen, aber auch positive Entwicklungen vor. Franz Koch vom Bauministerium des Landes ergänzt den Beitrag mit den Erfahrungen aus Gesprächen mit Bewilligungsbehörden und Wohnungsunternehmen.
  2. Was potentielle Investoren abschreckt und wie man sie gewinnt.
    Jürgen Jankowski, Förderberater bei der NRW.BANK, erläutert alte Vorurteile gegenüber dem sozialen Wohnungsbau vor und stellt dem die heutige Realität entgegen.
  3. Dichtung und Wahrheit rund um die Bonitätsprüfung von Investoren
    Hanns‐Peter Frinken und Thomas Stausberg, verantwortlich für die Bonitätsprüfung von Investoren bei der NRW.BANK, stellen den Ablauf der Bonitätsprüfung dar und erläutern deren Bedeutung.
  4. (Neue und alte) Instrumente für mehr sozialen Wohnungsbau in Hamburg
    Verena Wein‐Wilke, Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt Hamburg, berichtet über bewährte alte und aktuelle innovative Konzepte und Instrumente zur Förderung des sozialen Wohnungsbaus in Hamburg.
  5. Kommunale Strategien zur Intensivierung des sozialen Wohnungsbaus.
    Bernhard Faller, Quaestio Forschung & Beratung, gibt einen aktuellen Überblick über innovative Strategien und Instrumente von Städten, den Neubau preisgünstiger und geförderter Mietwohungen zu forcieren.

 

Diskussion: Wie können Land, NRW.BANK und Kommunen wieder mehr Investoren für die soziale Wohnraumförderung begeistern?

Die Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse und Diskussionspunkte können Sie der Dokumentation des Treffens entnehmen.

 

Beim nächsten Termin soll das Thema weiter diskutiert werden.


Teilnehmer

Teilnehmer der AG-Konzepte, andere auf Anfrage an die AG-Organisation. Sofern nicht dafür zuständig, können die kommunalen Vertreter nach Rücksprache gern die Vertreter der Wohnraumförderung oder der Stadtentwicklung mitbringen.

Ansprechpartner


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