Wohnungsmarktprognosen und die Flüchtlingsfrage. 35. (und letztes) Treffen der AG Methoden

Schwerpunktthema Wohnungsnachfrageprognosen, zusätzlicher Wohnungsbedarf infolge des Flüchtlingszuzugs

Wo und wann?

NRW.BANK, Kavalleriestr. 22, Düsseldorf
02.12.2015 09:30
bis
02.12.2015 13:00

Die 35. Sitzung der AG Methoden fand bei der NRW.BANK in Düsseldorf statt.

Im Mittelpunkt des Treffens stand das Thema Wohnungsnachfrageprognosen im Mittelpunkt. Insbesonders ging es um die Frage, ob man

  • die bisherigen Wohnungsnachfrageprognosen aktualisieren müsste, um der EU-Zuwanderung der letzten Jahre gerecht zu werden, und
  • welchen Wert die aktuellen Bevölkerungs- und Haushalteprognosen von IT.NRW haben, da sie zwar die EU-Zuwanderung berücksichtigen, aber nicht den Flüchtlingszuzug.
  • den zusätzlichen Faktor "Flüchtlinge" und den zusätzlichen Wohnungsbedarf seriös schätzen und ggf. in die vorliegenden Prognosen einbauen kann

 

Die Beiträge:

  • Zunächst hielt das MBWSV Rückschau auf die letzte Wohnungsnachfrageprognoses des Landes (Empirica, 2011). Nach einem kurzen Überblick ihre Annahmen und die Entwicklung seither wurde die Bevölkerungsentwicklung und die Bautätigkeit seit Abschluss des Gutachtens mit den Ausgangszahlen und Ergebnissen der Empirica-Prognose verglichen. Fazit: Obwohl die Bevölkerungsentwicklung höher lag als die Prognosezahlen von IT.NRW, die der Empirica-Studie zugrunde liegen, wurde weniger gebaut als Empirica an Bedarf errechnet hatte. Dies galt insbesondere für den Eigenheimmarkt.
  • Das Bundesamt für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) stellte seine vor kurzem publizierte Wohnungsnachfrageprognose inkl. Ergebnissen für NRW vor. Zudem wurden Ansätze für eine Ergänzungsrechnung des Flüchtlingsbedarfs vorgestellt.
  • Anschließend stellt die NRW.BANK die gemeinsam mit dem MBWSV erarbeitete Modellrechnung zur Abschätzung des zusätzlichen Wohnungs- und Neubaubedarfs der Flüchtlinge vor. 

 

Die anschließende Diskussion drehte sich um die Sinnhaftigkeit des Vorhabens, so unklare Faktoren wie den Flüchtlingszuzug überhaupt in Wohnbedarf umrechnen zu wollen. Dagegen stand die Meinung, dass man eine annähernde Zahl präsentieren müsse, um deutlich zu machen, dass es tatsächlichen einen von der Größenordnung her wirklich relevanten Zusatzbedarf gibt.

 

 


Teilnehmer

AG-Teilnehmer; weitere Teilnehmer nach Rücksprache mit den Organisatoren

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