Wohnungsmarktbericht Aachen 2011

Inhaltsüberblick mit Langfassung als PDF-Datei

Aachen veröffentlicht im 2-Jahres-Rhythmus jeweils einen ausführlichen und kommentierten Bericht (zuletzt Wohnungsmarktbericht 2010). Für das Zwischenjahr gibt es einen unkommentierten Tabellenband mit Datenfortschreibung zum 31.12. des Folgejahres.
Der Bericht ist wieder interaktiv gestaltet. Wenn Sie mit der Maus über das gelbe Fragezeichen auf der Titelseite 'fahren' erhalten Sie Infomationen zum Handling.

Zusammenfassung

Die Gesamtbevölkerung steigt leicht um 0,26 % auf 245.141 Personen und verzeichnet somit zum Vorjahr ein Plus von 632 Personen.
Die Studentenzahl steigt deutlich auf 40.393 und erreicht damit einen Anteil von 16,5 % an der Gesamtbevölkerung in Aachen. Der Wanderungssaldo liegt 2010 mit einem Plus von 668 Personen im positiven Bereich.

Während die Größe privater Haushalte leicht zurück geht, steigt die Zahl der privaten Haushalte auf 134.333 an. Dies ist ein Anstieg von 1,36 %. Ein-Personen-Haushalte nehmen mit 72.091 (Vorjahr 70.139) weiterhin zu. Gleiches gilt für den Anteil der darin enthaltenen Personen, die 60 Jahre und älter sind (18.087; Vorjahr 17.773).

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten steigt weiter auf 72.858 (Vorjahr 71.977) an. Ebenfalls steigen die sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze auf 113.920 (Vorjahr 112.163). Die Arbeitslosenquote (Jahreswert) sinkt analog dem allgemeinen Trend 2010 in Aachen weiter auf 8,9 %. Der Anteil der Transferleistungsempfänger verhält sich mit 25.253 Personen / 10,3 % gegenüber dem Vorjahr (28.796 Personen / 11,8 %) rückläufig.

Die Minderverdienenden sind mit einem Anteil von 91,4 % die stärkste Gruppe der Wohnungssuchenden. Die Wohnungsnotfälle sinken zwar von 33,7 % im Vorjahr auf aktuell 28,4 %, liegen aber noch weit über einem Viertel der Wohnungssuchenden gesamt (Vorjahr 827 Personen; aktuell 693 Personen).

Der Gesamtwohnungsbestand liegt mit 134.268 Wohnungen leicht über dem Vorjahres (134.052). Der Wohnflächenverbrauch legt pro Kopf mit rund 43,00 qm um 12,4 % kräftig zu. Pro Wohneinheit fällt die Steigerung mit 74,70 qm (Vorjahr 74,61 qm) sehr gering aus. 

Der mittlere Angebotspreis für EFH liegt in Aachen auf dem Eigentumsmarkt im Vergleich zu den Umlandgemeinden mit rund 250.000 €/Kaufobjekt immer noch am Höchsten. Gleiches gilt für Eigentumswohnungen. Der Hypothekarzins für langfristige Wohnungsbaukredite sinkt dagegen weiter von 4,42 % (2009) auf 3,89 %.

Auf dem Mietwohnungsmarkt bleiben die Kleinstwohnungen (bis 26 qm) mit 9,55 €/qm nach wie vor die teuersten. Im Vergleich zu den Umlandgemeinden bleibt Aachen preislich weit vorn (Ø 6,36 €/qm). Bei der Prüfung der Angemessenheit nach Hartz IV sind die meisten Angebote eher ungeeignet. Von insgesamt 11.848 Angeboten entsprachen nur 2.477 den Angemessensheitskriterien nach Hartz IV. Die Neubauförderung im 1. Förderweg / Einkommensgruppe A nimmt mit 118 Mietwohnungen (Vorjahr 58 Wohneinheiten) zu.

Die Mobilitätsrate gesamt und die Belegungsquote im geförderten Wohnraum sinken weiter und zeigen Anspannungstendenzen auf dem Wohnungsmarkt an.

Die Leerstandsquote im geförderten Wohnraum bleibt mit 2,02 % auf Vorjahresniveau (2,03 %). Die Gesamtleerstandsquote (Stromzählermethode) für 2010 kann erst Mitte 2012 ermittelt werden.

 


Materialien