Wohnungsmarktbericht Aachen 2010

Kurzfassung des Berichts

Mit dem Wohnungsmarktbericht 2010 legt die Stadt Aachen im Rahmen der kommunale Wohnungsmarktbeobachtung nunmehr den fünften Bericht mit Daten rund um den Aachener Wohnungsmarkt vor.

Inhalt

Neben der Analyse von 48 Wohnungsmarktindikatoren enthält der Marktbericht 2010 die Ergebnisse weiterer Untersuchungen:

  • die Leerstandsanalyse 2007 und 2008 für den gesamten Wohnungsmarkt
  • die Leerstandsanalyse 2007 bis 2009 für den geförderten Wohnraum
  • die Ergebnisse des Wohnungsmarktbarometers 2010 (Befragung der Experten am
    Wohnungsmarkt) und
  • die Mietpreisdatenanalyse 2007 bis 2009
    (neu - als Ersatz für die vormalige zeit- personalaufwendige Zeitungsanalyse)
    enthalten.

Der Wohnungs- und Liegenschaftsausschuss hat den Bericht in seiner Sitzung vom 26.10.2010 zur Kenntnis genommen und die Verwaltung beauftragt, den politischen Gremien konkrete Maßnahmen für die Erreichung der im Bericht ab Seite 22 genannten Ziele vorzulegen.

Wichtige Befunde im Schlaglicht

  • Die bereits im Wohnungsmarktbericht 2006 aufgezeigte Reduzierung des geförderten Wohnungsbestandes setzt sich in den nächsten zehn Jahren durch Bindungsausläufe bei weiteren 3.300 Wohneinheiten fort, so dass der Gesamtbestand an geförderten Wohnungen auf 8.000 Einheiten zurückgehen wird. Gesicherte Erkenntnisse, in welchem Teilsegment des freifinanzierten Wohnraums sich diese freiwerdenden Wohnungen etablieren, liegen derzeit nicht vor. In Verbindung mit der Annahme einer weiterhin konstanten Zahl an Wohnungssuchenden mit der anteilig größten Nachfragergruppe der Minderverdienenden wird es zunehmend schwieriger, geeigneten und finanzierbaren Wohnraum anbieten zu können.
  • Die Gesamtleerstandsquote steigt auf über 5 % an. Im geförderten Wohnraum liegt sie mit 2,03 % weiterhin unterhalb der als unbedenklich anzusehenden 3 -Prozent-Marke.
  • Der Wohnflächenverbrauch pro Kopf und Wohnung steigt weiter an.
  • Drei- und Vier-Raum-Wohnungen werden am meisten nachgefragt. Ein-Raum-Wohnungen bleiben nach wie vor die teuersten. Große und preiswerte Wohnungen werden nur selten angeboten.
  • Bei Betrachtung der Angemessenheitsgrenzen sind nur rund 25-30 % der angebotenen Wohnungen für Hartz-IV-EmpfängerInnen geeignet. Hier sind dann Wohnungen bis 90 qm Wohnfläche in den Angebotszahlen am meisten vertreten.
  • In der kurz- und mittelfristigen Entwicklung des Gesamtwohnungsmarktes sehen die Wohnungsmarktexperten eine Anspannung im geförderten und unteren frei finanzierten Wohnungsmarktsegment. Neben den Auswirkungen der Finanzkrise sehen die Experten als weitere Einflussfaktoren den RWTH-Campus Aachen und die erhöhte Nachfrage in bevorzugten Wohnquartieren.

 

Bezug der Langfassung

Der interaktiv gestaltete Wohnungsmarktbericht 2010 (klicken Sie bitte
für weitere Infos auf den Notizzettel auf der Titelseite des Berichtes)
ist zu finden unter

http://www.aachen.de/BIS/FO/2010_WoMaBericht_EndfassungInternet.pdf

und kann als gedruckte Broschüre gegen eine Schutzgebühr von 10,00 Euro
bei Ihrem Ansprechpartner bestellt werden.


Materialien