Wohnungsmarktbericht Aachen 2012

Inhaltsüberblick zum Bericht im PDF-Format

Nach dem Aachen unkommentierten Tabellenbericht von 2011 veröffentlicht mit dem Wohnungsmarktbericht 2012 turnusgemäß wieder einen ausführlichen und kommentierten Bericht. Er ist wieder interaktiv gestaltet. Wenn Sie mit der Maus über das gelbe Fragezeichen auf der Titelseite 'fahren' erhalten Sie Infomationen zum Handling.

Zusammenfassung

  • Der Gesamtwohnungsbestand stieg 2011 von 134.268 im Vorjahr auf 134.779 Wohneinheiten.
  • Die Bauintensität steigt in 2011 auf den Faktor 4,14, nach dem sie in den Vorjahren seit 2008 ständig bis auf zuletzt 1,79 im Jahr 2010 gesunken ist. Die Baufertigstellungen im Zeitraum 2007 – 2011 liegen jedoch noch immer hinter den Sollvorgaben des empirica-Gutachtens von 2009 über 'Szenarien zur Entwicklung des Wohnungsmarktes und wohnungspolitische Folgerungen' für einen 5-Jahres-Zeitraum von 2008 bis 2012 zurück.
  • Der geförderte Gesamtwohnungsbestand insgesamt hat sich auf 10.712 Wohneinheiten reduziert. In den Vorberichten wurde immer wieder darauf verwiesen, dass der Bestand geförderter Wohnungen weiterhin rasant abnehmen wird. Derzeit gibt es noch 9.734 geförderte Wohnungen im 1. Förderweg bzw. in der Einkommensgruppe A. In den Jahren 2012 bis 2021 werden insgesamt weitere rund 3.000 geförderte Wohnungen aus der öffentlichen Bindung gehen.
  • Mit 2.362 Personen waren in 2011 kaum 100 Personen weniger als im Vorjahr zur Wohnungsvermittlung registriert. Darin enthalten sind 2.125 Personen der Einkommensgruppe 'Minderverdienende' (= 89,5 %). Hierbei waren 1.260 Single-Haushalte und 529 Zwei-Personen-Haushalte die stärksten Nachfragegruppen. Die Belegungsquote im geförderten Wohnungsbau liegt im letzten Jahr mit 55,7 % deutlich hinter den guten 80%-Ergebnissen der Jahre 2003 bis 2006 zurück.
  • Die in den Vorjahren beschriebene Marktanspannung im geförderten Segment setzt sich damit weiter fort und macht sich durchaus auch im freifinanzierten unteren Preissegment bemerkbar.
  • Die auf Basis der Einwohnermeldedaten für Aachen ermittelte Bevölkerung hat sich zum Vorjahr ein wenig auf 246.865 Personen erhöht. Sie liegt aber mit rund 13.000 Personen ( - 4,9 %) weit hinter der aktuellen Bevölkerungsvorausberechnung 2011 – 2030/2050 von IT.NRW zurück.
  • Die Gesamthaushaltszahl hat sich um rund 2.500 Haushalte auf 136.790 Haushalte erhöht. Ein Blick auf die Haushaltsgröße mit einem Durchschnitt von 1,8 Personen/Haushalt zeigt, dass die Kleinhaushalte erneut zugenommen haben. In Verbindung mit dem in 2011 erneut gestiegenen Wohnflächenverbrauch pro Kopf (42,68 qm) und pro Wohnung (75,07 qm) zeigt dies zunehmende Anspannungen auf dem Wohnungsmarkt.
  • Die Studierenden sind zum Stichtag 31.12.2011 mit 43.841 zum Vorjahr (39.661 Studierende) erheblich gestiegen. In 2012 ist ein weiterer Anstieg auf rund 46.000 Studenten zu verzeichnen.
  • Die 'Wohngeldmiete' in Aachen liegt 2011 bei 7,04 €/qm und damit rund 0,60 € über dem Landesdurchschnitt. Der Trend der Vorjahre, dass sich die Vergleichsmieten für vermeintlich preiswerte Altbauwohnungen an die der teueren Neubauwohnungen annähern, setzt sich fort.
  • Für die Region Aachen stieg die Arbeitslosenquote im Jahresschnitt auf 9,8 % (Vorjahr 9,3 %). Für die Stadt Aachen hingegen sank sieweiter auf 8,6 % (Vorjahr 8,9 %).
  • Die Sparquote hat mit 10,9 % das Niveau der Vorjahre verlassen und zeigt, dass die Menschen für ihre Versorgung höhere Finanzmittel aufwenden müssen.
  • 2012 wurde das Wohnungsmarktbarometer erneut durch geführt. Die befragten Wohnungsmarktexpertinnen und –experten verstärken ihre Feststellung hinsichtlich der Wohnungsmarktanspannung. Sie sehen hier die Segmente des geförderten und des unteren freifinanzierten Wohnraum bis hin zum mittleren freifinanzierten Wohnraum als sehr gefährdet an. Dies gilt sowohl aktuell als auch für die mittelfristige Einschätzung.