Wohnungsmarktbericht Aachen 2014

Inhaltsüberblick mit Langfassung als PDF-Datei

Der neue kommentierte Wohnungsmarktbericht 2014 der Stadt Aachen liegt vor. Er nimmt Bezug auf die Daten zum Stichtag 31.12.2013. Für die Fortschreibung der Gesamtleerstandsquote gilt aufgrund des rollierenden Ablesesystems des Stromanbieters, der die anonymisierten Daten zur Verfügung stellt, der aktuelle Stichtag 31.12.2012.

Die in den Vorjahren angesprochene Reduzierung des geförderten Wohnungsbestandes ist weiter fortgeschritten. Im Zeitraum von 2013 bis 2023 werden rund weitere 3.000 Wohnungen aus der öffentlichen Bindung fallen.

Mit 249.746 Personen lag die Bevölkerung zum Stichtag nur knapp unterhalb der Viertel-Millionengrenze. Dank eines erneut positiven Wanderungssaldos im Jahr 2014 liegt die Bevölkerung aktuell zu Beginn des Jahres 2015 bei rund 252.000 Einwohner.

Die Zahl der Haushalte steigt um rund 2.000 und liegt zum Stichtag bei 143.000 Haushalten.

Die Zahl der Wohnungssuchenden sinkt auf rund 2.000 Personen, von denen rund 90 % den Status Minderverdiende haben. Die Belegungsquote geht auf 53 % zurück.

Die Zahl der Studierenden übersteigt die Grenze von 50.000 Personen (50.244).

Die aktuelle Gesamtleerstandsquote zum Stichtag 2012 nach der Stromzählermethode liegt bei 4,8 %; die separate Quote für den geförderten Wohnraum bei 0,5 % im Jahr 2013.

Mit 741 Wohneinheiten sind die Baufertigstellungen fast doppelt so hoch wie im Vorjahr. Der darin enthaltene Anteil geförderter Wohnungen liegt bei 264 Einheiten, von denen allerdings 188 Wohnungen nach BestandsInvest Nr. 5 zu behandeln sind.

Die Auswertung der Mietpreisdatenbank hat u.a. ergeben, dass es immer weniger Angebote an Mietwohnungen gibt, die den Vorgaben Hartz IV entsprechen.

Die Wohnungsmarktexpertinnen und Wohnungsmarktexperten sehen in der Umfrage 2014 den Wohnungsmarkt in Aachen aktuell und in Zukunft insgesamt bis hin in das obere freifinanzierte Preissegment als angespannt an. Der modifizierte Richtwert der Kosten der Unterkunft von 6,97 € je Quadratmeter (KdU) wird als zu pauschal empfunden, da damit den Besonderheiten von Stadtvierteln und Einzelfällen nicht Rechnung getragen werden kann. Beim Investitionsverhalten im Mietwohnungsbau sehen die Experten erstmals mehr Anreize als Hemmnisse. Hervorgehoben werden u.a. die Kapitalbedingen und die Landesförderung.

Derzeit ist die Verwaltung durch die politischen Gremien beauftragt, dass bestehenden Handlungskonzept Aachen - Strategie - Wohnen fortzuschreiben und die Erkenntnisse der Kommunalen Wohnungsmarktbeobachtung einfließen zu lassen.


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