Wohnungsmarktbarometer Bielefeld 2004

Zusammenfassung

Die wichtigsten Ergebnisse des Wohnungsmarktbarometers 2004 in Kürze

  • Der aktuelle Bielefelder Wohnungsmarkt wird größtenteils als ausgewogen eingeschätzt. Anspannungen werden nur im unteren Mietpreissegment gesehen. Der Markt für Eigentumswohnungen ist weiterhin deutlich entspannt. Die Spannweite der Antworten differierte stärker als im Vorjahr.
  • Die mittel- und langfristige Entwicklung am Bielefelder Wohnungsmarkt wird ebenfalls als ausgewogen bezeichnet, jedoch mit Tendenzen zur Anspannung im unteren und preisgebundenen Mietpreissegment.
  • Am Mietwohnungsmarkt werden neben der Einkommenssituation und hohen Nebenkosten „schwierige Mieter“ (im Bezug auf ihr Verhalten als Mieter bzw. Mitbewohner) als größte Probleme angesehen. Die zunehmende Segregation ist häufiger problematisiert als im Vorjahr.
  • Das Investitionsklima im Wohnungsbau wird lediglich für Maßnahmen im Wohnungsbestand positiv bewertet. In allen anderen Segmenten wird es eher schlecht bis sehr schlecht eingeschätzt.
  • Investitionsanreize im Wohnungsbau werden von den Befragten in allen Marktsegmenten kaum gesehen, allenfalls in Form von Finanzierungsbedingungen oder moderaten Baukosten.
  • Investitionshemmnisse werden dagegen zahlreich benannt, insbesondere im Eigentumsbereich die Einkommensentwicklung der Nachfrager und das Steuerrecht.
    Im Mietwohnungsbau werden die größten Probleme in der sozialen Struktur und der Zahlungsfähigkeit der Mieter gesehen. Die Verfügbarkeit von Bauland hat als Investitionshemmnis an Bedeutung verloren und wird teilweise schon als Anreiz gewertet.
  • Die mittelfristige Entwicklung des Investitionsklimas wird in allen Segmenten mit Ausnahme der Bestandsmaßnahmen negativ gesehen, jedoch mit leichten Verbesserungen im Vergleich zum Vorjahr.
  • Wohnungsleerstände sind bei den befragten Wohnungsunternehmen weiter rückläufig. Die Leerstandsquote im Bestand der befragten Unternehmen liegt aktuell bei 0,8% (2002: 1,3%). Die Mieterfluktuation hat sich im Durchschnitt der befragten Wohnungsunternehmen leicht erhöht.

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