Wohnungsmarktbericht Bochum 2007

Das Wohnungsmarktbericht 2007 ist als PDF-Datei oder als Broschüre bei Ihrem Ansprechpartner erhältlich.


Überblick über wichtige Fakten und Trends (Stand 2007)

Wohnungsmarktlage
Trotz rückläufiger Bevölkerungsentwicklung geht der Bericht davon aus, dass die Zahl der Haushalte in etwa gleich geblieben ist und die quantitative Nachfrage nach Wohnungen auch in den nächsten Jahren noch stabil bleiben wird. Die Geburtendefizite tragen mehr zum Rückgang der Bevölkerungzahl bei als die Wanderungsverluste.

Im Rahmen der Erarbeitung des regionalen Flächennutzungsplanes wurden die vorhandenen Wohnbauflächenpotenziale bilanziert (für rd. 7.000 Wohnungen). Das Preisniveau für bebaute Grundstücke und für Wohnbauland befindet sich im regionalen Vergleich mit an der Spitze. Die allgemeinen Rahmenbedingungen für Investitionen änderten sich in einigen Punkten (z. B. steigende Energiepreise, Mehrwertsteuererhöhung, steigender Hypothekenzinssatz). Die Entwicklung der Wohnungsbautätigkeit (Fertigstellungen und Bauintensität) fällt im regionalen Vergleich deutlich unterdurchschnittlich aus. Die günstigsten Investitionschancen werden den Bestandsmaßnahmen (Modernisierung, Sanierung) eingeräumt. Für den Neubau von Mietwohnungen werden die Investoren ihre Zurückhaltung eher nicht aufgeben.

Der Wohnungsbestand wird überwiegend vermietet - etwa 25 % von Wohnungsbaugesellschaften/ -genossenschaften, etwa 50 % von privaten Eigentümern und etwa 25 % sind selbstgenutzte Eigentümerwohnungen. Die Mieten sind seit geraumer Zeit konstant, befinden sich im regionalen Vergleich jedoch weiterhin auf Spitzenniveau. Die Nebenkosten verteuern das Wohnen erheblich. Die Auswertung von Stromzählerdaten weist einen Leerstand von ca. 2,3 % aus - ein im landesweiten Vergleich unauffälliger Wert.

Der Sozialwohnungsbestand geht weiter zurück und hat nur noch einen Anteil von etwa 11 % am Gesamtwohnungsbestand. Damit geht ein wichtiges wohnungspolitisches Steuerungsinstrument verloren. Die Zahl der wohnungssuchend gemeldeten Haushalte ist zwar leicht gestiegen, gleichwohl kann daraus derzeit noch keine Anspannung des Wohnungsmarktes abgeleitet werden. Dies ist auch die Einschätzung der im Frühjahr 2007 befragten Wohnungsmarktexperten.

Weiteres Vorgehen
Ziel einer kontinuierlichen Wohnungsmarktbeobachtung ist es, Rahmenbedingungen sowie das aktuelle Geschehen transparent zu machen und Probleme in den verschiedenen Marktsegmenten aufzuzeigen. Der vorliegende Bericht bietet die Grundlage für Diskussionen. Deshalb werden der Bericht und weitere Themen des Wohnungsmarktgeschehens - wie bereits in den Vorjahren - mit den Akteuren erörtert. Diese Treffen werden regelmäßig durchgeführt, um Kooperationsstrukturen und Netzwerke ausbauen und künftige Handlungsoptionen gemeinsam entwickeln zu können.