Wohnungsmarktbericht Bochum 2014

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Experten schätzen die Situation auf dem Bochumer Wohnungsmarkt generell als ausgewogen ein, gleichwohl wird die Situation in einigen Segmenten, vor allem bei den größeren preisgebundenen Wohnungen, bereits als angespannt beurteilt.

Nachdem die Mieten im letzten Jahrzehnt stagnierten, steigen die Werte seit 2010 zum Teil deutlich an. Im regionalen Vergleich liegen die Mieten in Bochum ohnehin auf einem überdurchschnittlichen Niveau.

Trotz zuletzt steigender Baugenehmigungs- und Baufertigstellungszahlen ist die Bautätigkeit in Bochum nicht vergleichbar mit der Dynamik und dem deutlichen Trend auf Landes- und Bundesebene. Auch im regionalen Vergleich zeigt sich, dass die Bauintensität in den letzten drei Jahren unterdurchschnittlich verlaufen ist. Zudem ist Bauland in Bochum weiterhin überdurchschnittlich teuer. In den Nachbarkommunen kann man Bauland oftmals und zum Teil deutlich preisgünstiger erwerben.

Eine qualitative Aufwertung des Wohnungsangebotes ist aber weniger durch Neubau als durch Maßnahmen im vorhandenen Bestand zu erreichen. Dies gilt in Bochum umso mehr, weil ein Großteil des Wohnungsbestandes „in die Jahre gekommen ist“. Auf die jüngeren Baujahre „2001 bis heute“ entfallen lediglich 2,7 % des Gesamtbestandes.

Insofern besteht eine große Herausforderung darin, Rahmenbedingungen zu schaffen, dass einerseits notwendige Maßnahmen im Neubau und im Bestand für Investoren interessant sind, andererseits die Qualität des Wohnungsangebotes für verschiedene Nachfragegruppen attraktiv und weiterhin bezahlbar bleibt.