Wohnungsmarktbericht Dortmund 2006

Zusammenfassung (Stand 2006)

Der Wohnungsmarktbericht für 2006 mit den Ergebnissen der Wohnungsmarktbeobachtung des Jahres 2005 stellt die aktuelle Situation auf dem Dortmunder Wohnungsmarkt dar und prognostiziert auf dieser Basis die Entwicklungsperspektiven für die Zukunft. Die wichtigsten Ergebnisse und Trends sind:

Bevölkerungs- und Haushaltsentwicklung stabil
Die Bevölkerungsentwicklung ist im letzten Jahr mit einem Rückgang von nur 512 Personen erfreulich stabil geblieben. Zum 01.01.2006 hatte Dortmund 588 168 Einwohner.

Wanderungssaldo mit dem Stand-Umland erneut positiv
Die Bilanz der Stadtumlandwanderung war erneut positiv. Die Wanderungsgewinne konnten ausgebaut werden. Der Gewinn resultiert vor allem daraus, dass die Fortzüge aus Dortmund kontinuierlich zurückgegangen und 2005 die Zuzüge wieder gestiegen sind.

Hohes Angebot an Wohnbauflächen
2005 standen in rechtsverbindlichen Bebauungsplänen Wohnungsbaupotentiale für zirka 4 200 Wohnungen zur Verfügung. Ergänzend können in so genannten Baulücken rd. 670 Wohnungen gebaut werden. Auf den Flächen, für die Bebauungsplanverfahren eingeleitet wurden, können nach Rechtskraft weitere rund 3 700 Wohnungen errichtet werden.

Wohnungsbestand
Ende 2005 verfügte Dortmund über einen Bestand von rund 306 000 Wohnungen. Die bundesweit zu beobachtende Veräußerung von großen Wohnungsbeständen und kompletten Wohnungsunternehmen an international agierende Kapitalanleger hat auch Auswirkungen auf den Dortmunder Wohnungsmarkt. Gemeinsam mit anderen Kommunen in unserer Wohnungsmarktregion wird es daher eine wichtige Aufgabe sein, abgestimmte Strategien mit unseren Nachbarstädten zu entwickeln, damit der Verkauf der Wohnungsbestände nicht zu einer Destabilisierung von Wohn- und Siedlungsquartieren führt. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Dortmunder Wohnungswirtschaft in den letzten Jahren in der strategischen Allianz mit der Stadt Dortmund im Rahmen des Masterplan Wohnen gezeigt hat, dass nur durch ein gemeinsames Handeln Stadtquartiere perspektivisch entwickelt werden können, muss beim Auftreten neuer Akteure auf dem Wohnungsmarkt darauf geachtet werden, dass der Charakter der Wohnungen nicht nur als Wirtschafts-, sondern auch und insbesondere als Sozialgut erhalten bleibt.

Baugenehmigungen signalisieren für 2006 stabile Bautätigkeit
Die Bautätigkeit in Dortmund hat sich 2005 wie prognostiziert rückläufig entwickelt. Dortmund kann sich nicht länger dem bereits seit 2001 auf Bundes- und Landesebene bestehenden Trend mit 902 fertig gestellten Wohnungen entziehen. Mit 855 erteilten Baugenehmigungen für Wohnungen und den Bauüberhängen aus Vorjahren kann für 2006 eine Bautätigkeit auf gleichbleibendem Niveau erwartet werden.

Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern leicht, im Geschosswohnungsbau stark rückläufig
Die Baufertigstellungen von Wohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern sind 2005 auf 599 fertig gestellte Wohnungen gesunken (Vorjahr 787 Wohnungen). Der Rückgang des Wohnungsneubaues für Geschosswohnungen und dabei insbesondere von frei finanzierten Mietwohnungen hat 2005 mit 324 fertig gestellten Wohnungen angehalten (Vorjahr 536 Wohnungen).

Bodenpreise und Kaufpreise stabil
Das hohe Angebot an Bauland und die im letzten Jahr zurückgehende Nachfrage sind die Gründe dafür, dass die Bodenpreise stabil geblieben sind. Die Preisunterschiede zu den Grundstücken im Stadt-Umland sind jedoch weiter erheblich.

Wohnungsleerstände von untergeordneter Bedeutung
Der Anfang des Jahres 2006 ermittelte strukturelle Wohnungsleerstand von unter zwei Prozent ist ein Indiz für einen entspannten Dortmunder Wohnungsmarkt, kann aber als unproblematisch angesehen werden.

Mieten stabil
Die Mieten haben sich in 2005 nur geringfügig erhöht. Dies wird sich auch in absehbarer Zeit voraussichtlich nicht ändern. Allerdings sind durch den erheblichen Anstieg der Kosten für Wärme (Heizöl, Gas) und Strom insgesamt die Wohnkosten für Mieter weiter gestiegen.


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