Determinanten der Stadt-Umland-Wanderung im Raum Duisburg 2001

Kurzfassung mit Langfassung als PDF-Datei

 

Im Auftrag der Stadt untersuchte die Universität Duisburg die Strukturen der Umlandwanderung in der Region und befragte abgewanderte Duisburger Bürger nach deren Motiven.  

Wie auch in anderen Großstädten der Bundesrepublik sind die Wanderungsbilanzen der Stadt Duisburg in den letzten Jahrzehnten – unterbrochen von einigen Jahren mit positiver Bilanz um 1990 negativ. Verstärkt durch die negative natürliche Bevölkerungsbilanz ging schließlich die Gesamteinwohnerzahl deutlich zurück. Die vorübergehenden Wanderungsgewinne zu Beginn der 90er Jahren sind vor allem auf die starke Zuwanderung ausländischer Bevölkerung zurückzuführen.
Der vorliegende Bericht ist das Ergebnis einer im Herbst 2000 durchgeführten Untersuchung zu den Wanderungsmotiven ehemaliger Duisburger Bürger.
Telefonisch befragt wurden Haushalte, die in den Jahren 1998 und 1999 die Stadt Duisburg verlassen haben und deren neuer Wohnort in den umliegenden Kreisen Wesel, Mettmann und Kleve oder den Städten Essen, Düsseldorf, Krefeld, Oberhausen sowie Mülheim liegt. Neben den Motiven für den Wohnortwechsel sollte Aufschluss gewonnen werden über:

  • die Bewertung des jeweiligen Wohnortes (vorher und nachher),
  • die Wohnbedingungen damals und heute,
  • die Veränderungen, die der Umzug mit sich brachte,
  • noch heute bestehende Verbindungen zu Duisburg sowie über
  • strukturelle Merkmale der Haushalte.

Außerdem wird auf die Bevölkerungsentwicklung des Zeitraums 1989 bis 1999 in Duisburg eingegangen. Ergänzend folgt ein kurzer Vergleich der Entwicklung mit derjenigen ausgewählter anderer Großstädte Nordrhein-Westfalens. Hierbei steht die Frage im Vordergrund, ob die beobachteten Bevölkerungsbewegungen in Duisburg einem allgemeinen Trend folgen oder ob sie eher nur in Duisburg vorzufinden sind.