Wohnungsmarkt in Essen // 2010

Zusammenfassung mit PDF-Datei

Zusammenfassung des Berichts „Wohnungsmarkt in Essen // 2010“

 

Überblick

Der Bericht wurde von der Projektgruppe „Perspektive Wohnen“ (bestehend aus Vertretern der Stadt Essen, der Wohnungsunternehmen und Haus und Grund) erarbeitet, die im Rahmen des Stadtentwicklungsprozesses Essen 2015+ entstanden ist. Er basiert überwiegend auf städtischen Daten bis zum Jahr 2009. Sofern bereits jüngere Daten oder Kenntnisse vorlagen, sind diese in die textlichen Aussagen eingeflossen.

Der Bericht enthält u. a. Aussagen zum/zur

  • Immobilienmarkt
  • Gebäude- und Wohnungsangebot
  • Wohnungsbedarf und –nachfrage
  • Mietenentwicklung
  • Wohnen und Energiesparen

 

In Kurzform einige Aussagen und Erkenntnisse:
 

  • Essen hat rund 322.000 Wohnungen in rund 88.000 Gebäuden. Quantitativ ist das Wohnungsangebot ausreichend. Qualitativ besteht Bedarf in Teilmärkten, z.B. altengerechtem Wohnraum, barrierearmen oder -freien Wohnungen, Wohnungsangeboten für alternative Wohnformen, Komfortwohnungen.
  • Der Immobilienmarkt ist mit rd. 710 Mio. Euro Geldumsatz ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor. Die Bodenrichtwerte und Grundstücksmarktberichte des neutralen Gutachterausschusses für Grundstückswerte schaffen Markttransparenz.
  • Im regionalen Flächennutzungsplan gibt es Wohnbauflächenpotenziale von rd. 83,6 ha, weitere sind durch Nachverdichtungen im Bestand, Nutzung von Baulücken sowie kleinere Bebauungsplänen mobilisierbar.
  • Essen möchte als Kernstadt im Ruhrgebiet seinen Freiraum besonders schützen. Innenentwicklung hat daher Vorrang gegenüber der Ausweisung neuer Bauflächen. Die Bedeutung des Stadtumbaus wächst.  Instrumente wie Einrichtung einer „Flächenkonferenz“ und einer Datenbank „Wohnbauflächenkataster“ sollen das unterstützen.
  • Die Pilotprojekte „IdEE Essen-Altendorf“ und “IdEE Essen-Steele“ sollen helfen, die Einzeleigentümer zu aktivieren und in die Stadt- und Bestandsentwicklung einzubinden.
  • Die Essener Bevölkerung schrumpfte in den letzten 10 Jahren um 4,4 % oder 26.400 Einwohner. Verantwortlich dafür sind zum einen der Überschuss der Sterbefälle über die Geburtenrate sowie Wanderungsverluste. Bis 2025 wird prognostiziert, dass die Bevölkerung um weitere 7,2 % bzw. rund 41.450 Personen zurückgehen wird.
  • Entscheidende Größe für den Wohnungsbedarf ist die Anzahl der Haushalte. Von 2000 bis 2008 ist die Zahl der Haushalte nahezu gleich geblieben: rd. 295.000. Erst in 2009 ist ein Rückgang auf rd. 293.000 Haushalte zu verzeichnen.
  • Angesichts des Rückgangs der Sozialwohnungen besteht weiter Bedarf an preiswertem Wohnraum z.B. für Haushalte, die auf existenzsichernde Hilfen angewiesen sind 
  • Die Leerstandsquote lliegt bei ca. 5 %. Gründe sind zum einen Bevölkerungsrückgänge, aber auch die Häufung sozialer Problemlagen in einer Nachbarschaft, schlechte städtebauliche Situationen sowie der Erhaltungszustand von Gebäuden oder Wohnungen.
  • Mieten in Essen sind stabil. Der Mietspiegel dient als Orientierungshilfe; derzeit werden Modelle entwickelt, die energetische Modernisierungen in der Mietspiegelmiete berücksichtigen.