Zuzüge und Wegzüge und Stadt-Umland-Wanderung Freiburg 2001

Zusammenfassung

Die wichtigsten Ergebnisse sind:

  • Die Zuwanderung in den letzten beiden Jahren war so hoch wie nie zuvor in Freiburg.
  • Eine Ursache dafür ist die verstärkte Zuwanderung aus dem Ausland, insbesondere aus der EU. Weitere Ursachen sind der erhöhte Zuzug von Studenten sowie berufsbedingte Zuzüge, diese oft mit der Familie.
  • Gleichzeitig gab es in den letzten beiden Jahren weniger Wegzüge von Ausländern und weniger Wegzüge ins Umland.
  • Damit ist die Freiburger Bevölkerung in den letzten beiden Jahren um rund 3000 Personen angewachsen.
  • Gesamtstädtisch gab es im Jahr 2000 erstmals seit 1993 kaum noch Wanderungsverluste von Haushalten mit Kindern.
  • Die Wanderungsverluste Freiburgs gegenüber dem Umland sind seit 1998 deutlich zurückgegangen. Während die Verluste 1997 über 900 Personen betrugen, sind im Jahr 2000 nur noch 432 Personen mehr in das Umland abgewandert als von dort zugezogen.
  • Der Grund dafür ist die gegenüber den Vorjahren deutlich verringerte Abwanderung von deutschen Familien in das Umland. Eine direkte Erklärung dafür ist das seit 1998 deutlich erhöhte Angebot von Ein- und Zweifamilienhäusern in den Neubaugebieten Rieselfeld und Vauban.

Für die aktuelle Diskussion zum Flächennutzungsplan ergeben sich daraus die folgenden Aspekte:

  • Die starke Bevölkerungszunahme in den letzten beiden Jahren zeigt, dass das Szenario des Flächennutzungsplans mit einem leichten Bevölkerungszuwachs bis zum Jahr 2010 erreichbar sein kann.
  • Die jetzt höheren Bevölkerungszahlen können zu einem höheren künftigen Wohnraumbedarf führen, zumindest wird der geplante Bedarf bis 2010 auch nötig sein.
  • Das Eigenheimangebot in den Neubaugebieten Vauban und im 3. Bauabschnitt Rieselfeld zeigt einen deutlich bremsenden Effekt auf die Abwanderung von (deutschen) Familien. Das Ziel der Stadt scheint erreichbar zu sein, die Abwanderung von Familien in das Umland durch die Ausweisung neuer Baugebiete für Wohneigentum von Familien zu
    reduzieren.
  • Es müssen rechtzeitig Vorbereitungen für weitere Angebote getroffen werden, nachdem die Baugebiete Rieselfeld und Vauban abgeschlossen sind.
  • Die Stadt hat mit den Bebauungsplänen im Rahmen eines Flächennutzungsplans offensichtlich die Möglichkeit, die Altersstruktur und das soziale Gefüge der Bevölkerung positiv zu beeinflussen.