Warum sind Sie aus Hameln weggezogen? (1997)

Ergebnisse der Fragebogenaktion der Stadt aus dem Jahr 1997

Inhaltsüberblick

Während die natürliche Bevölkerungsentwicklung als nicht beeinflußbar zu betrachten ist, stellt sich die Frage, ob die Zahl der Fortzüge durch geeignete Maßnahmen verringert werden kann.

Hierzu ist es notwendig, die Struktur der Fortgezogenen und die Gründe, die zum Fortzug von Hamelner Bürgern führen, zu kennen. Um Erkenntnisse hierüber zu gewinnen, hat das Referat für Stadtentwicklung im Herbst 1997 eine Fragebogenaktion unter ehemaligen Hamelner Bürgern durchgeführt.

Durch die Verbesserung von Faktoren, die zum Fortzug von Bürgern aus der Stadt Hameln führen, ließe sich die Zahl der zukünftigen Fortzüge verringern und so die Entwicklung der Bevölkerungszahl der Stadt Hameln positiv beeinflussen.

Die vorgenommene Untersuchung gibt Aufschluß zum einen über Geschlecht, Altersstruktur
und neuen Wohnort fortgezogener Hamelner Bürger, zum anderen über die Fortzugsgründe.

Die wichtigsten sind private Gründe (51 % aller Befragten), gefolgt von beruflichen Gründen (47 %). Wichtigster Einzelgrund zum Fortzug ist der Zuzug zum Lebenspartner oder zu Verwandten (21 %), gefolgt vom eigenen Arbeitsplatzwechsel (21 %), „Wohnungen/ Baugrundstücke zu teuer“ (18 %) und „keine passende Wohnung gefunden“ (15 %). Faßt man die beiden letztgenannten Gründe mit dem Grund „kein passendes Baugrundstück gefunden“ (3,5 %) inhaltlich zusammen, so ist die Situation auf dem Hamelner Wohnungsmarkt mit 27 % wichtigster Grund für den Fortzug aus Hameln.

Die Aktion reiht sich in eine Reihe von Untersuchungen ein, mit denen viele bundesdeutsche Städte Ende der 90er-/Anfang der 2000er-Jahre die Wanderungsmotive ihrer Bürger erforschten. Sie ist erschienen als Band 3 der Schriften zur Stadtentwicklung.

Download

Der Bericht steht auf der Website der Stadt zum Download zur Verfügung.