Wohnungsmarktbericht Hamm 2002

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Bevölkerungs- und Haushaltsentwicklung
Der prognostizierte Bevölkerungsrückgang scheint in Hamm nur mit Verzögerung einzutreten. Die Zahlen waren seit 1997 leicht rückläufig, stiegen 2001 jedoch entgegen des Trends wieder an. Der Anteil älterer Menschen wird zunehmen und zu einer Veränderung der nachgefragten Mieten führen. Die Zahl der Haushalte wächst langsam. Die Haushaltsgröße verringert sich nur geringfügig und bleibt über dem Landesdurchschnitt.

Die Zahl der wohnungssuchenden Haushalte ist auch im Jahre 2001 weiter zurückgegangen. Dies führte zu einem geringeren Anstieg der Preise und Mieten. Die entspanntere Wohnungsmarktsituation wird auch durch eine verglichen mit der angespannten Situation zu Beginn der 90er Jahre immer noch hohe Umzugshäufigkeit innerhalb der Stadt dokumentiert. Die Nachfrage wird in den kommenden Jahren vom quantitativen auf den qualitativen Aspekt verlagert.

Wohnungsangebot
Die Bautätigkeit ist durch die aktuelle Wirtschaftssituation gekennzeichnet. Der wieder steigenden Zahl der Baugenehmigungen steht eine stark zurückgegangene Zahl an Baufertigstellungen gegenüber. Grundstücksmarkt: Die Anzahl der Kaufverträge ist gegenüber dem Vorjahr wieder gestiegen. Weiterhin niedriger Hypothekenzins und sehr moderat gestiegene Baulandpreise bieten derzeit günstige Rahmenbedingungen für Investoren und Bauherren, die aber aus anderen Gründen nicht durchschlagen.

Der überproportionale Abgang im Sozialwohnungsbestand 1999 ist eine Folge von außerplanmäßigen Darlehensrückzahlungen sowohl im Mietwohnungs- als auch im Eigenheimbereich. Der sprunghafte und andauernde Anstieg der Zahl der Wohnungen in der Nachwirkungsfrist auch für 2001 bedeutet, dass bis zum Jahr 2010 mehr als 5.000 öffentlich geförderte Mietwohnungen dem preiswerten Wohnraumbestand entzogen werden.

Miete und Mietbelastung
Wie auch auf den anderen Wohnungsmärkten in Nordrhein-Westfalen hielten auch in Hamm die Zeichen der Entspannung an. Die Entwicklung der Mieten für den nicht preisgebundenen Wohnraum orientiert sich nach dem Höchststand von 1998 wieder leicht nach unten und spiegelt die 1999 und 2000 anhaltende Entspannung auf dem Wohnungsmarkt. Die Wohngeldmieten haben sich dagegen von 1991 bis 1996 um fast 33 % erhöht.