Entwicklungskonzept Innenstadt Krefeld zum Stadtumbau West

Städtebauliches Entwicklungskonzept 2009 im Rahmen des Stadtumbau West. Endbericht

hier: Download-Link von der Website der Stadt Krefeld
 

Aus dem Vorwort:

Trotz gegenteiliger Prognosen ist Krefeld mit seinen derzeit über 240.000 Einwohnern in den letzten vier Jahren wieder gewachsen. Langfristig ist jedoch von Einwohnerverlusten auszugehen. ... Entsprechend dem bundesweiten Trend wird die Altersgruppe der unter 20-Jährigen in Krefeld bis 2025 rd. 7.000 Personen verlieren, während die Gruppe der über 65-Jährigen um rund 8.000 Personen wachsen soll.
Die Veränderung in der Bevölkerungsstruktur wird mit einer veränderten Wohnraumnachfrage einhergehen. Dies wird insbesondere den Druck für die Wohnungsbestände mit geringer Attraktivität erhöhen. ... Die veränderte Bevölkerungsstruktur wird auch neue Anforderungsprofile im Bereich der Infrastruktur hervorbringen. Die Bevölkerungsverluste werden aller Erfahrung nach Kaufkraftverluste mit sich bringen, was wiederum eine Zunahme von Geschäftsleerständen und eine Entwertung der Einzelhandelsimmobilien bewirken dürfte.

Diese risikoreichen Wechselwirkungen spiegeln sich bereits heute deutlich in der Krefelder Innenstadt wider - leer stehende Ladenlokale, Unterhaltungsdefizite im Gebäudebestand und Verwahrlosungstendenzen in den 1b-Lagen deuten auf Handlungsbedarf hin. Ein Blick hinter die Kulissen zeigt, dass die Krefelder Innenstadt mit gravierenden Strukturproblemen zu kämpfen hat.

Um dem Identitätsverlust der Innenstadt, der Stagnation im Handel und der Flucht aus der Stadt entgegen zu wirken, haben sich in Krefeld Initiativen wie der „Aktivkreis Zentrenmanagement“ oder die „Entwicklungsgruppe Innenstadt“ gebildet. Zukunftsweisende Konzepte liegen unter anderem mit dem Leitbild Krefeld 2010, dem Zentrenkonzept für die Stadt Krefeld, dem Konzept Krefeld Marketing 2005plus oder der Studie „Entwicklungsperspektiven der Krefelder Innenstadt“ vor. Ziel muss es nun sein, diese wertvollen Initiativen zu bündeln und in eine Gesamtbetrachtung zu überführen.
Dabei soll es aber nicht nur darum gehen, negativen Tendenzen entgegenzuwirken, sondern sich vielmehr den Herausforderungen zu stellen und die Perspektiven, die Krefeld mit seinem einmaligen Städtebau und seiner Übersichtlichkeit hat, zu nutzen und weiter zu entwickeln. Dabei wird die Stadt Krefeld im Rahmen des Förderungsprogramms „Stadtumbau West" unterstützt. Für die Krefelder Innenstadt wurden dafür vom Land Nordrhein-Westfalen Fördermittel bewilligt.

In dem vorliegenden städtebaulichen Entwicklungskonzept werden hierfür die funktionalen und gestalterischen Notwendigkeiten genannt und konkrete (Umbau-)Maßnahmen festgelegt. Es baut auf den vorhandenen Planungen und Konzepten auf und überprüft sie an den aktuellen Herausforderungen.

Das Entwicklungskonzept von InWIS und pesch partner architekten stadtplaner enthält eine umfangreichen Analyseteil zu Bevölkerungs- und Sozialstruktur, Wohnungssituation und Gewerbeimmobilien der Krefelder Innenstadt.
 


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