Wohnungsmarktbericht Krefeld 2003

Kurzfassung des 1. Wohnungsmarktberichts mit PDF-Langfassung

 

 

Erster Wohnungsmarktbericht der Stadt Krefeld

Ergebnisse auf einen Blick

Im Jahre 2003 leben in Krefeld ca. 238.000 Einwohner in rund 115.000 Haushalten. Für diese stehen knapp 120.000 Wohnungen zur Verfügung. 

Die Preise waren am Grundstücksmarkt stabil und die Geschäftstätigkeit eher ruhig. Da auch die Hypothekenzinsen auf sehr niedrigem Niveau verharren, sind die dem Wohnungsmarkt vorgelagerten Rahmenbedingungen als günstig einzustufen.

  • Die Grundstückspreise sind im Vergleich zu den Nachbarstädten auf hohem Niveau stabil.

Das Wohnungsangebot gestaltet sich vielfältig und wächst nur langsam:

  • Je etwa 30 % des Bestandes wurden vor 1948 und nach 1970 errichtet. Ca. 40 % stammen aus den ersten 20 Nachkriegsjahren. 
  • Die durchschnittliche Wohnungsgröße liegt heute bei 78,1 m². Mit zunehmendem Wohlstand hat die Ein – Raum Wohnung an Bedeutung
    verloren. 
  • Die verringerte Bautätigkeit wirkt sich vor allem im Geschosswohnungsbau aus.
  • Der Bestand an Sozialwohnungen wird allmählich abgebaut. Im Neubau
    ist er praktisch zum Erliegen gekommen.
  • Die Wohnungseigentümer und Wohnungsunternehmen halten sich bei Neubauinvestitionen zurück und investieren stärker in bestehenden
    Wohnraum.
  • Der Einfamilienhausbau ist Träger der Bautätigkeit.
  • Für das Investitionsverhalten im Eigenheimbau und bei den Eigentumswohnungen stellen nach Einschätzung der Experten lediglich die Finanzierungsbedingungen einen hohen bis sehr hohen Anreiz dar. 
  • Das Investitionsklima wird von den Experten bei den Eigentumswohnungen
    und beim Neubau von Mietwohnungen als schlecht bis sehr schlecht beurteilt.
  • Die weit überwiegende Zahl der Experten schätzt auch die zukünftige
    Entwicklung des Investitionsklimas im Wohnungsmarktbereich als eher
    unverändert schlecht ein, da die Anreize zu gering eingeschätzt werden.

Die Nachfrage entwickelt sich sehr uneinheitlich:

  • Bei rückläufiger Bevölkerung steigen die wohnungsmarktrelevanten Haushaltszahlen.
  • Bei der Wohnungssuche stellt die Stadtgrenze keine Barriere dar. Die Nachbarstädte werden bei allen Wohnformen in die Wohnungssuche
    einbezogen.
  • Unsicherheiten der wirtschaftlichen Entwicklung und steigende Arbeitslosigkeit reduzieren die Nachfrage generell und erhöhen die
    Nachfrage nach preiswertem Wohnraum. 
  • Auf dem Mietwohnungsmarkt sind die drei wichtigsten Probleme:

       (1) immer mehr "schwierige Mieter" (wg. Ihres Verhaltens als Mieter /
       Mitbewohner),

       (2) steigende Nebenkosten,
       (3) Einkommenssituation der Wohnungssuchenden / Mieter     (Geringverdiener, Erwerbslose o.ä.)

  • Die aktuelle Marktlage ist nach Meinung von 43 Krefelder Wohnungsmarktexperten
    in allen Marktsegmenten (Eigenheim, Eigentumswohnung, alle Preissegmente bei Mietwohnungen) entspannt, teilweise sogar sehr entspannt. Die Lage hat sich seit Herbst 2002 kaum verändert.

Die Indikatoren der Marktanspannung wie Mieten und Umzugstätigkeit wiesen auf Entspannung hin, was durch die Experteneinschätzung bestätigt wird.

  • Die Marktlage wird sich nach Experteneinschätzungin den nächsten
    beiden Jahren kaum verändern.