Wohnungsmarktbericht Krefeld 2004

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Im Jahre 2004 leben in Krefeld ca. 238.000 Einwohner in mehr als
115.000 Haushalten. Für diese stehen gut 120.000 Wohnungen zur Verfügung.

Die Preise waren am Grundstücksmarkt stabil. Es steht ausreichend Bauland zur Verfügung. Da auch die Darlehenszinsen auf sehr niedrigem Niveau verharren, sind die dem Wohnungsmarkt vorgelagerten Rahmenbedingungen als günstig einzustufen. 

Das Wohnungsangebot gestaltet sich vielfältig und wächst nur langsam:

  •  Die Wachstumsraten für Wohnungsneubau werden in jedem Jahrzehnt kleiner. Ca. 40 % stammen aus den Jahren 1950 bis 1969.
  • Die durchschnittliche Wohnungsgröße liegt heute bei 78,1 m². 
  • Die Bautätigkeit ist im Einfamilienhausbau gestiegen, sie stagniert im
    Geschosswohnungsbau.
  • Der Bestand an Sozialwohnungen geht weiter zurück. Im Neubau ist
    er praktisch zum Erliegen gekommen. 
  • Der Einfamilienhausbau ist Träger der Bautätigkeit.
  • Das Investitionsklima ist nach Meinung der Experten bei Bestandsmaßnahmen noch am günstigsten.
  • Die weit überwiegende Zahl der Experten geht davon aus, dass sich
    das Investitionsklima im Wohnungsmarktbereich in den nächsten
    Jahren nicht verbessert.

Die Nachfrage entwickelt sich sehr uneinheitlich:

  • Bei stagnierender Bevölkerung steigen die wohnungsmarktrelevanten
    Haushaltszahlen um 0,2 %.
  • Die Wanderungsverluste mit dem Kreis Viersen werden kleiner. 
  • Unsicherheiten der wirtschaftlichen Entwicklung und steigende Arbeitslosigkeit reduzieren die Nachfrage generell und erhöhen die
    Nachfrage nach preiswertem Wohnraum. Eine Folge ist der Anstieg der
    Anzahl der ausgestellten Wohnberechtigungsscheine. 
  • Auf dem Mietwohnungsmarkt sind die drei wichtigsten Probleme:
    (1) Einkommenssituation der Wohnungssuchenden / Mieter (Geringverdiener, Erwerbslose o.ä.),
    (2) steigende Nebenkosten,
    (3) immer mehr "schwierige Mieter" (wg. ihres Verhaltens als Mieter / Mitbewohner)
  • Die aktuelle Marktlage ist nach Meinung von 39 Krefelder Wohnungsmarktexperten in allen Marktsegmenten entspannt, teilweise sogar sehr entspannt. Die Lage hat sich seit Herbst 2003 kaum verändert. 

Die Indikatoren der Marktanspannung wie Mieten und Umzugstätigkeit wiesen auf Entspannung hin, was durch die Experteneinschätzung bestätigt wird.

In den Bericht wurde erstmals eine Zeitungsanalyse aufgenommen.

  • Der sehr niedrige Quotient aus Mietgesuchen und -angeboten von 0,05 spricht insgesamt für eine entspannte Lage auf dem Mietwohnungsmarkt.
  • Zweidrittel aller Vermittlungen erfolgte durch den Privatvermieter, knapp ein Viertel aller Inserate durch Makler.
  • Die angebotenen Wohnungen (ohne Häuser, meist freifinanzierte) hatten
    eine durchschnittliche Größe von knapp 67 m². Die Nettokaltmiete
    betrug 5,76 €. 
  • Die Mieten für Sozialwohnungen liegen mit durchschnittlich 4,47 €/m² deutlich darunter und diejenigen für Wohnungen mit gehobener Ausstattung (ohne Häuser) mit 6,47 €/m² deutlich darüber.
  • Mehr als 1.100 von ca. 1.300 ausgewerteten Angeboten hatten drei oder weniger Zimmer.