Wohnungsmarktbericht Krefeld 2007

 

Auf einen Blick

  • Das Kaufinteresse hat 2006 gegenüber dem Vorjahr nachgelassen. Die Preise haben sich nur geringfügig verändert, allerdings drückt der hohe Anteil bebauter Grundstücke auf den Preis. Die Preise für nichtbebaute Einfamilienhausgrundstücke waren weiter stabil.
  • Das Zinsniveau hat in 2006/07 weiter angezogen, es ermöglicht immer noch eine gute Baufinanzierung. Das für das Bauen günstige Zinsniveau reichte generell nicht zur Stimulation der Bautätigkeit in Krefeld.
  • In der regionalen Betrachtung blicken Immobilieninteressierte von Düsseldorf bis zur niederländischen Grenze auf den Krefelder Markt. In der Betrachtung der Immobilienwirtschaft am Niederrhein hat sich der Markt belebt und die Preise ziehen leicht an. Die Krefelder Preise liegen mit den Preisen der benachbarten Gemeinden auf einem Niveau. Es kommt auf den jeweiligen Teilmarkt an.
  • Die Quote selbstgenutztes Wohneigentum hat sich innerhalb von 2 Jahren von 31,3 auf 31,6 % erhöht. Fast 500 Eigentümer mehr als 2004 bewohnen ihr Haus / ihre Wohnung selbst.
  • Die Neubautätigkeit war auch in 2006 sehr gering. Die meisten Neubauten waren Einfamilienhäuser.
  • Der Bestand an Sozialwohnungen hat sich weiter auf gut 14.700 Wohnungen verkleinert.
  • 2006 war die Einwohnerentwicklung stabil. Bezogen auf den ganzen Niederrhein ist Krefeld erstmals Zuzugsgebiet. Das bedeutet, dass mehr Niederrheiner nach Krefeld gezogen sind als Krefelder in die entsprechenden Städte und Kreise fortgezogen sind.
  • Die Zahl der privaten Haushalte ist auf über 120.000 angestiegen.
  • Die Entwicklung des Wohnflächenverbrauchs war 2006 stabil; 40,4 m² entfielen in 2006 durchschnittlich auf jede Person und 78,8 m² auf die durchschnittliche Wohnung.
  • Die Einkommensindikatoren zeigen teils sinkende Einkommen, teils unterdurchschnittliche Zuwächse. Außerdem engen steigende Mietnebenkosten die Mieterhöhungsspielräume ein.
  • Die innerstädtische Umzugsrate ist auf 6,6 umziehende Personen je Einwohner gefallen. Damit wurde weiter Druck vom Markt genommen.
  • Die Mietpreisangebote sind von 2006 nach 2007 tendenziell leicht fallend. Die Analyse der Zeitungsannoncen ergibt, dass mehr als 80 % der auf dem Wohnungsmarkt angebotenen Wohnungen 2- und 3-Raum-Wohnungen waren. Das erklärt, warum es schwierig ist, eine große oder sehr kleine Wohnung zu finden.
  • Die Wohnungsnebenkosten sind auch in 2006 deutlich gestiegen. Die Werte für 2007 werden noch einmal darüber liegen. Diese belasten auch nach Auffassung der Wohnungsmarktexperten die Vermietungssituation.
  • Die Wohnungsmarktexperten benennen neue, zusätzliche Probleme mit Gewicht: die geringe Bautätigkeit im Mietwohnungssektor, das Abschmelzen der Sozialwohnungsbestände sowie das Fehlen großer und bezahlbarer Wohnungen für große Familien oder Wohngemeinschaften.
  • Das Investitionsklima ist vor allem im Neubau und Mietwohnungsbau schlecht. Perspektivisch erwarten die Wohnungsmarktexperten allenfalls im Bestandsbereich Besserung.