Wohnungsmarktbericht Krefeld 2009

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Auf einen Blick

  • Der 7. Wohnungsmarktbericht enthält neben den Standarddaten die wohnungsmarktrelevanten Prognosedaten. Danach ist für Krefeld von einem strukturellen Überangebot auszugehen.
  • Der Bericht stellt einige besondere Wohnprojekte dar, die die Angebotsqualität verbessern.
  • Auf dem Grundstücksmarkt ist 2008 das Kaufinteresse gegenüber dem Vorjahr leicht gefallen. Die Preise waren stabil. In der Käufergunst sind Ein- und Zweifamilienhäuser auf 30 % des Kaufinteresses abgesunken; dabei entfielen 44 % der Fälle auf Reihenhäuser, 31 % auf Doppelhaushälften und 25 % auf freistehende Häuser.
  • Das Zinsniveau ist in 2009 gegenüber 2008 nennenswert zurückgegangen, es ermöglicht eine gute Baufinanzierung.
  • Krefeld ist Teil des Niederrheins. Die Preise sind auch im regionalen Vergleich stabil.
  • Diese günstigen Faktoren reichen generell nicht zur Stimulation der Neubautätigkeit in Krefeld. Es bleibt jetzt besonders abzuwarten,
    welche weiteren Konsequenzen sich aus der Rezession für den Wohnungsmarkt ergeben. Krefeld bleibt konkurrenzfähig. Unter www.krefeld.de ► Wohnen & Wirtschaft ► Wohnen
    ist ein Portal “Wohnen“ mit allen Links zum Thema eingerichtet.
  • Die Entwicklungen auf dem Energiemarkt treiben die energetische Sanierung der Wohnungen und Gebäude voran. Gemessen an den Krediten und Zuschüssen der KfW-Bank für diesen Zweck, wird in Krefeld deutlich weniger saniert als im Landes- und Bundesdurchschnitt. Insgesamt wurden in Krefeld in 2009 nur 1.684 Wohnungen gefördert.
  • Die Gesamteinwohnerzahl Krefelds hat sich 2008 leicht um 300 Einwohner erhöht. Diese Bilanz ergibt sich auch aus der guten Wanderungsbilanz gegenüber dem Niederrhein: hier hat Krefeld zum wiederholten Male einen positiven Saldo.
  • Die durchschnittliche Wohnung war in Krefeld in 2008 79 m² groß; jeder Einwohner hatte im Durchschnitt 40,8 m².
  • Im Zuge der Wirtschaftskrise sind die Arbeitslosenzahlen wieder gewachsen. Die verfügbaren Einkommen je Einwohner sind weiter unter dem Landes- und Bundesdurchschnitt.
  • Die innerstädtische Umzugsrate ist erstmals seit 2002 gestiegen, und zwar von 6,2 auf 7,8. Das waren absolut gut 18.500 Einwohner. Daraus abgeleitet wurden - bei durchschnittlich 2 Personen pro Haushalt - in 2008 ca. 18.000 Wohnungen renoviert oder saniert – jeweils eine, aus der weggezogen wird, und eine, in die eingezogen wird.
  • Die Analyse der Mietangebote der Krefelder Zeitungen ergibt, dass die Mieten in 2009 gegenüber 2008 leicht gestiegen sind. 50 % aller Mietpreisangebote waren niedriger als 5,51 Euro je m² nach 5,48 Euro je m² im Vorjahr. 10 % aller Angebote lagen bei Mietangeboten bis 4,58 Euro je m² und die 90 %-Grenze lag bei 7,00 Euro je m². Damit hat sich die Mietangebotssituation vor allem für Einkommensschwache gegenüber
    2008 verschlechtert.
  • Wie in den Vorjahren dominierten bei den angebotenen Wohnungen
    2- und 3-Raum-Wohnungen. Mitunter ist es daher schwierig, eine große oder sehr kleine Wohnung zu finden.
  • Die Wohnungsmarktexperten halten den Krefelder Wohnungsmarkt – aus der Sicht der Nachfrager betrachtet – für entspannt. Die geringe Bautätigkeit führe zu neuen Lücken und Problemen: Mangel an großen Wohnungen, Mangel an barrierefreien Wohnungen und energetisch zukunftsweisenden Wohnungen.
  • Die Hoffnung stirbt zuletzt: Das Investitionsklima ist unverändert, vor allem im Neubau und Mietwohnungsbau, schlecht. Perspektivisch erwarten die Wohnungsmarktexperten allenfalls im Bestandsbereich Besserung.
  • Zwei Drittel der Experten geben an, dass sich die Nachfrage nach Singlewohnungen, nach barrierefreiem Wohnen für die Altersgruppe 55+ und das Servicewohnen für Senioren eher zentrums- als stadtteilorientiert äußert. Zwischen 50 und 60 % der Experten geben an, dass die Nachfrage nach Eigenheimen, Mieteinfamilienhäusern, Familienmietwohnungen oder nach dem Stadthaus stadtteilorientiert ist. Selbst beim Eigenheim entfallen nicht einmal 30 % auf den Stadtrandbereich als nachgefragte Wohnlage. 

 

 

 

 


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