Wohnungsmarktbericht Krefeld 2010

Kurzfassung mit PDF-Datei

Der 8. Wohnungsmarktbericht befasst sich mit dem Schwerpunktthema Ein- und Zweifamilienhäuser in Krefeld: Bestandsentwicklung, Altersstruktur, Lage, Städtevergleich, Nachfrage- und Angebotsentwicklung, Preise.


Die Ergebnisse in Kürze

  • Der Grundstücksmarkt hat sich 2009 belebt. Die Preise sind stabil geblieben. Das Kaufinteresse ist gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Zwischen Düsseldorf und Krefeld einschließlich angrenzender Nahbereiche zogen die Preise leicht an, im Westkreis Viersen und Kreis Heinsberg geben sie nach. Krefeld bleibt konkurrenzfähig. Unter www.krefeld.de -> Wohnen & Wirtschaft -> Wohnen ist ein Portal “Wohnen“ mit allen Links zum Thema eingerichtet.
  • Das Zinsniveau ist in 2010 gegenüber 2009 noch mal zurückgegangen, es ermöglicht eine gute Baufinanzierung. Seit Herbst 2010 steigen die Zinsen aber allmählich. Das für das Bauen günstige Zinsniveau (ca. 4 %) reichte generell nicht zur Stimulation der Neubautätigkeit in Krefeld.
  • Im Jahre 2009 hat sich der Wohnungsbestand nur um 186 Wohnungen vergrößert. Die Bauintensität liegt in Krefeld deutlich unter dem NRW-Landesdurchschnitt. 58 Wohnungen sind in Mehrfamilienhäusern und 128 in Ein- und Zweifamilienhäusern entstanden. Die durchschnittliche Wohnung war in Krefeld in 2009 79 m² groß; jeder Einwohner hatte im Durchschnitt 41,0 m² Wohnfläche.
  • Die Zahl der Sozialwohnungen ist weiter rückläufig. Ende 2009 beträgt sie ca. 8500. Die Baugenehmigungen sind gegenüber dem Vorjahr um 34 Wohnungen angestiegen.
  • Die Mietpreisangebote liegen 2010 niedriger als 2009. Die Hälfte aller Mieten lag über 5,45 Euro pro m² und damit 5 Euro-Cent unter dem Vorjahreswert. Bei den 1-Raumwohnungen und Apartments wurde mit 5,71 Euro pro m² deutlich mehr verlangt. Bei den 3-Raum-Wohnungen sind die Mieten gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen, und zwar um 14 Euro-Cent auf 5,44 Euro pro m².
  • Die Einwohnerzahl Krefelds hat sich 2009 leicht um ca. 500 Einwohner verringert. Die Zahl der Ausländer ist gestiegen, die der Deutschen gesunken. Mehr als 24.000 Einwohner leben neu in Krefeld. Diese Bilanz ergibt sich auch aus der guten Wanderungsbilanz gegenüber dem Niederrhein: hier hat Krefeld zum wiederholten Male einen positiven Saldo.
  • Die Zahl der Krefelder Haushalte ging in 2009 leicht zurück. Das Zu- und Fortzugsvolumen ist beträchtlich angewachsen. Das bedeutet auch Bewegung für den Wohnungsmarkt. Die verfügbaren Einkommen je Einwohner liegen weiter unter dem Landes- und Bundesdurchschnitt. Aber der Abstand hat sich leicht verringert und beträgt jetzt gegenüber dem NRWDurchschnitt 628 Euro je Einwohner.
  • Die innerstädtische Umzugsrate ist nach 2008 auch in 2009 gestiegen. Auf 1.000 Einwohner sind in 2009 79 Personen umgezogen. Das waren 2009 gut 19.000 Einwohner. Bei durchschnittlich 2 Personen pro Haushalt wurden somit ca. 19.000 Wohnungen renoviert oder saniert – jeweils eine, aus der weggezogen wird, und eine, in die eingezogen wird.

Wohnungsmarktbarometer

  • Die Wohnungsmarktexperten halten den Krefelder Wohnungsmarkt für entspannt. Aus der Sicht der Nachfrager liegt das Gesamtangebot in den meisten Wohnungsmarktsegmenten über der Nachfrage. Die allgemeine Markttätigkeit ist wegen zunehmender Grundstücksverkäufe und gestiegener Umzugstätigkeit gewachsen.
  • Im Jahre 2010 werden von den Experten drei Problemkreise auf dem Mietwohnungsmarkt herausgestellt: die Nebenkostenentwicklung, die Einkommenssituation der Mieter und die anwachsende Zahl sog. “schwieriger Mieter“.
  • Neben den kritischen Tönen dominieren aber die optimistischen Markterwartungen. Zwei Drittel und mehr der Experten (bis 90 %) erwarten, dass sich die Nachfrage nach Singlewohnungen, nach barrierefreiem Wohnen für die Altersgruppe 55+ und das Servicewohnen für Senioren weiter steigend entwickelt.