Wohnungsmarktbericht Krefeld 2011

Kurzfassung mit PDF-Datei

Auf einen Blick

• Der 9. Wohnungsmarktbericht stellt die neu eingerichtete Kontaktstelle „Neue Wohnformen“ vor. Neue Wohnprojekte als Sammelbegriff für gemeinschaftlich organisierte Formen des Zusam-menplanes, -bauens, -wohnens und –lebens nach dem Motto „gemeinsam statt einsam“ werden immer gefragter. Diese Kontaktstelle soll als erste Anlaufstelle dienen und in Zusammenarbeit mit anderen städtischen Stellen und externen Fachleuchten Wohnprojekte unterstützen.

• Die Schaffung von barrierefreiem Wohnraum wird im Rahmen des demografischen Wandels immer wichtiger. Lt. dem Pestel-Institut in Hannover gibt es bis zum Jahr 2025 einen Bedarf von 6.084 barrierefreien Wohnungen in Krefeld. Dieses Thema wird uns auch noch in den nächsten Wohnungsmarktberichten beschäftigen.
Auch die Wohnungsmarktexperten erwaten eine große Nachfrage an Angeboten nach barrierefreien Wohnungen und Servicewohnen für Senioren.

• Auf dem Grundstücksmarkt ist das Kaufinteresse 2010 gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken.
Die Zinsentwicklung ist nach einem weiteren Rückgang im Mai 2011 wieder leicht angestiegen.
Die Preise für Wohneigentum sind nach LBS-Daten in Krefeld 2011 gegenüber dem Vorjahr im Neubaumarkt leicht angestiegen. Die Preise im Gebrauchtwohnungsmarkt sind für freistehende Eigenheime gestiegen und für Reiheneigenheime gesunken.

• Der Wohnungsbestand hat sich im Jahre 2010 mit 175 zusätzlichen neuen Wohnungen auf 122.121 Wohnungen erhöht.
Die Wohnungsbautätigkeit ist in Krefeld zum ersten Mal seit den Jahren 2003 von 1,6 auf 2,0 Wohnungen je 1.000 Bestandswohnungen leicht angestiegen.
Erneut rückläufig ist im Jahr 2010 der Bestand an Sozialwohnungen. Er beträgt im Mietwohnungsbereich nur noch 7.927 Sozialwohnungen.

• Die Gesamteinwohnerzahl Krefelds ist im Jahr 2010 relativ konstant geblieben, sie hat sich lediglich um 69 auf 240.304 Einwohner verringert.
Die Zahl der Haushalte ist in 2010 gegenüber dem Vorjahr um 569 auf 116.041 Haushalte gestiegen.
Zum wiederholten Mal ist Krefeld Zuzugsstadt für den Niederrhein. Es sind also mehr Niederrheiner nach Krefeld zugezogen als Krefelder fortgezogen.
Die innerstädtische Umzugsrate ist in 2010 gegenüber 2009 gesunken. Auf 1.000 Einwohner sind 77 Personen umgezogen. Das sind 18.431 Einwohner.

• Das verfügbare Einkommen je Einwohner hat sich in Krefeld und in Nordrhein-Westfalen 2009 zum ersten Mal seit Jahren rückläufig entwickelt. Nach wie vor liegt es in Krefeld unter dem Landesdurchschnitt. Es liegt in Krefeld bei 18.627 und in NRW bei 19.682 Euro je Einwohner.
Die Arbeitslosenzahl 2011 ist in Krefeld gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die Arbeitslosenquote beträgt 10,6 %.

• Bei der Auswertung der Zeitungsanalyse ist das Angebot an 2- und 3-Zimmer-Wohnungen nach wie vor am größten.
Die durchschnittliche Miete aller Wohnungen (ohne Häuser) betrug in 2011 5,58 Euro pro m² und ist somit gegenüber dem Vorjahr (5,57 Euro) stabil geblieben.

• Die Wohnungsmarktexperten halten den Krefelder Wohnungsmarkt für entspannt. Aus der Sicht der Nachfrager liegt das Gesamtangebot in den meisten Wohnungsmarktsegmenten über der Nachfrage.