Wohnungsmarktbericht Krefeld 2006

Auf einen Blick

  • Der Grundstücksmarkt war im Jahre 2005 infolge größerer Umsätze bei den unbebauten Flächen belebter als im vorauf gegangenen Jahr. Die Preise sind stabil geblieben. 
  • Das Zinsniveau hat in 2005/06 ganz leicht angezogen, es verharrt aber immer noch auf niedrigem Niveau. Das für das Bauen günstige Zinsniveau reichte nicht zur Stimulation der Bautätigkeit.
  • In der regionalen Betrachtung haben sich die Immobilienpreise weiter angeglichen. So liegen in Kempen die m²-Preise höher als in Krefeld. Die Preise für Gebrauchtimmobilien sind in Krefeld konstant geblieben, dagegen im Umland häufig gesunken. 
  • Der Wohnungsmarktbericht enthält erstmals Ergebnisse der Wohnungsleerstandsuntersuchung. 3,3 % des Wohnungsbestandes sind dauerhaft leerstehend, d. h. sie stehen länger als 6 Monate leer. Ca. ²/3 des Leerstandes liegt im Zentrum und in citynahen Bereichen.
  • Die Neubautätigkeit war in 2005 sehr gering. Die meisten Neubauten waren Einfamilienhäuser.
  • Der Bestand an Sozialwohnungen hat sich um ca. 600 Wohnungen auf gut 14.900 Sozialwohnungen verkleinert.
  • 2005 war eine stabile Einwohnerentwicklung zu verzeichnen. Das Zu- und Fortzugsvolumen hat sich bei positivem Wanderungssaldo verringert. Dabei entwickelte sich die Zahl der Haushalte sehr positiv. Sie wuchs um mehr als 3.000 Haushalte. Die Durchschnittsgröße sank auf 2,02 Personen je Haushalt.
  • Ungünstig für die Nachfrageseite ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten auf gut 82.000 Personen gesunken und die der Arbeitslosen angewachsen.
  • Die Entwicklung des Wohnflächenverbrauchs war 2005 stabil; 40,6 m² entfielen in 2005 durchschnittlich auf jede Person und 78,9 m² auf die durchschnittliche Wohnung.
  • Nicht nur das Wanderungsvolumen über die Stadtgrenzen hat sich verringert, sondern auch das innerstädtische. Die innerstädtische Umzugsrate ist auf 6,9 umziehende Personen je Einwohner gefallen. Damit wurde weiter Druck vom Markt genommen.
  • Die Analyse der Zeitungsannoncen ergibt hinsichtlich der Mietpreisangebote eine stabile bis sinkende Tendenz. Im Frühjahr 2006 verkleinerte sich das Angebot an 3-Raum-Wohnungen; das Angebot an 1-Raum-Wohnungen, Apartments und Häusern ist dagegen gegenüber dem Vorjahr angestiegen.
  • Die Wohnungsnebenkosten haben sich in 2005 zu einem weiter steigenden Problem entwickelt. Überdurchschnittliche Kostensteigerungen belasten auch nach Auffassung der Wohnungsmarktexperten die Vermietungssituation.
  • Neben den steigenden Wohnungsnebenkosten sorgen sich die Wohnungsmarktexperten für den Wohnungsmarkt um die Einkommensentwicklung der Nachfrager und einen wachsenden Teil sozial problematischer Mieter.
  • Das Investitionsklima ist vor allem im Neubau- und Mietwohnungsbau schlecht. Perspektivisch erwarten die Wohnungsmarktexperten allenfalls im Bestandsbereich Besserung.