Wohnungsmarktbarometer der Stadt Leipzig 2007

WICHTIGSTE ERGEBNISSE

Das Wohnungsmarktbarometer wird seit 2003 im Rahmen des Projektes „Kleinräumiges Monitoring des Stadtumbaus in Leipzig“ durchgeführt. Es hat das Ziel, auf Grundlage einer jährlichen Befragung eines ausgewählten Kreises von örtlichen Akteuren (Expertenpanel)  Auskünfte zu wesentlichen Entwicklungen auf dem Wohnungsmarkt und zum Stadtumbau in Leipzig zu geben.

Die wichtigsten Ergebnisse der Befragung 2007 werden im Folgenden kurz zusammengefasst.

  • Vom Großteil der Akteure wird in Leipzig in allen Segmenten des Wohnungsmarktes aktuell und künftig ein Überangebot gesehen. Für die nächsten drei Jahre erwarten allerdings alle Befragten eine zunehmend weniger unausgewogene Wohnungsmarktlage. So steigt die Zahl derer, welche Nachfrage und Angebot als ausgeglichen einschätzen, weiter an.
  • Die geringste Nachfrage im Vergleich zum Angebot wird derzeit und auch in drei Jahren im DDR-Wohnungsbau gesehen. Hingegen ist das ausgeglichenste Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage nach Meinung der Befragten im Marktsegment der Ein- und  Zweifamilienhäuser zu finden.
  • Gegenüber den Vorjahren deutlich verändert hat sich die Einschätzung bezüglich der Entwicklung der Leerstandsquote. Zwar gehen weiterhin die meisten Befragten von einem leichten Rückgang der Leerstände in Leipzig aus, jedoch fällt in diesem Jahr der Anteil der Marktakteure mit dieser Meinung deutlich geringer aus als in den Vorjahren. Die Zahl der Experten, die einen neuerlichen Anstieg der Leerstandsquote prognostizieren, hat sich demgegenüber stark erhöht.
  • Bezüglich der Struktur der nachfragenden Haushalte äußert die Mehrheit der Befragten die Meinung, dass für ältere, mittlere und junge Singles sowie für Bezieher niedriger Einkommen eine das Angebot übersteigende Nachfrage besteht. Dementsprechend erwartet die Mehrzahl der Befragten zudem einen wachsenden Bedarf an kleinen Wohnungen. 
  • Die befragten Wohnungsmarktakteure erwarten in der Mehrzahl eine erhöhte Neubautätigkeit in den kommenden Jahren. Damit korrespondierend wird eine Erhöhung der Preise für Eigenheimgrundstücke vorhergesagt. Für die Investitionstätigkeit in den Mietwohnungsbestand wird von der Mehrheit der Befragten ebenfalls eine Zunahme angenommen. 
  • Bei der Beurteilung des Stadtumbauprozesses zeigt sich in diesem Jahr besonders auffällig die Unzufriedenheit mit dem Umfang der Stadtumbaumaßnahmen. Die Zahl derer, welche die Stadtumbaumaßnahmen insgesamt für unzureichend halten, ist auf einen neuen Höchstwert angestiegen.
  • Dem Stadterneuerungsschwerpunkt Leipziger Westen werden von den Experten im Vergleich zu den anderen Schwerpunktgebieten nach wie vor die besten Entwicklungsperspektiven hinsichtlich der Wohnraumnachfrage beschieden. Weiterhin die pessimistischste Prognose bezüglich der Nachfrage nach Wohnraum erhält Grünau.

Materialien