Wohnungsmarktbericht Leverkusen 2017

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Der neue "Leverkusener Wohnungsmarktbericht 2017" liegt vor. Er berichtet jährlich über Situation und Entwicklungen auf dem Wohnungsmarkt des Vorjahres. Der Bericht fasst überwiegend Daten aus dem Jahr 2016 sowie, soweit bei Redaktionsschluss vorhanden, aus 2017 zusammen.

Der Bericht gibt anhand von rund einem Dutzend Indikatoren zur kommunalen Entwicklung Aufschlüsse über die Nachfrage- und Angebotsseite des Wohnungsmarktes. Das sind auf der Nachfrageseite Daten zur Bevölkerungsentwicklung aber auch sozialökonomische Daten zum Einkommen und zur Arbeitslosenquote. Die Angebotsseite des Wohnungsmarktes wird über Daten zu Baugenehmigungen und Baufertigstellungen, Wohnungsleerständen aber auch anhand von Miet- und Kaufpreisen dargestellt.

Weitere Bausteine des Berichts sind die Auswertungsergebnisse einer Expertenbefragung sowie von allen in 2015 geschalteten Wohnungs- und Immobilienanzeigen in den einschlägigen Internetportalen für Leverkusen.

Überblick über die Ergebnisse

Die Bevölkerungszahl in Leverkusen ist im Dezember 2017 mit 166.737 Einwohnern gegenüber 2016 wieder deutlich um 656 Einwohner gestiegen. Die Leverkusener Bevölkerung wächst, wird aber älter; die einzig deutlich wachsende Altersgruppe ist die der 65-Jährigen und Älteren.

Noch können der der Sterbeüberschuss und die Fortzüge durch hohe Zuzugszahlen ausgeglichen werden. Das Zuwanderungsvolumen war in 2017 höher als in 2016; Leverkusen kann erneut einen Wanderungsgewinn für sich verzeichnen mit + 927 Personen. Die positiven Wanderungssalden kommen dabei überwiegend aus Köln und dem Ausland. An die bergischen, eher ländlich geprägten Nachbarkommunen verliert Leverkusen hingegen Einwohner.

Auch die Haushaltszahl in Leverkusen wächst. Nach der aktuellsten IT.NRW-Prognose nehmen nicht nur die Einpersonenhaushalte, sondern auch die Drei- und Vierpersonenhaushalte zu.

Dennoch bleibt die Bautätigkeit in Leverkusen auch 2016 weiterhin niedrig. Dieser Trend ist 2017 landesweit, auch in den größeren Städten, zu beobachten. Kauffälle und -Umsatzvolumen sind dagegen gestiegen: 2016 haben sowohl die Kauffälle mit 1.328 als auch der Geldumsatz deutlich zugelegt. Am häufigsten wurden Eigentumswohnungen gekauft (54 %), gefolgt von bebauten Grundstücken (37 %).

Ende 2016 gibt es in Leverkusen 82.400 Wohnungen, das ist ein Zuwachs von 0,4 %. Die Leerstandsquote bleibt mit einem Prozent weiterhin auf niedrigem Niveau.

Der deutliche Zuwachs an Bevölkerung bei gleichzeitig eher moderater Neubautätigkeit führt zu einem angespannten Wohnungsmarkt – so steigen die Kauf-, Miet- und Bodenpreise sowie die Angebotspreise in Leverkusen weiter an. Im Neubau sind die Preise für Eigenheime (+9 %) und Eigentumswohnungen (+11 %) gegenüber dem Vorjahr nochmals deutlich gestiegen. Auch gebrauchte Immobilien werden immer begehrter, so dass auch dafür die Preise steigen. Mietwohnungsangebote sind gegenüber dem Vorjahr im Schnitt 4 % teurer worden.

Innerhalb der hochpreisigen Region Rheinland zählt die Stadt inzwischen nicht mehr zu den günstigen Wohnstandorten, sondern rangiert nach Köln, Bergisch Gladbach und Langenfeld im oberen Mittelfeld."

Die Experten erwarten in den nächsten Jahren für Mietwohnungen im mittleren und preiswerten Bereich sowie für öffentlich geförderte Wohnungen eine weiter steigende Nachfrage und entsprechend eine weitere deutliche Anspannung. In allen übrigen Marktsegmenten soll die Nachfrage auf heutigem Niveau verbleiben beziehungsweise ansteigen.

Download

Der Bericht steht auf den Seiten der Stadt Leverkusen zum Download zur Verfügung.


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