Wohnungsmarktbarometer 2011 Paderborn

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Zum vierten Mal hat die Stadt Paderborn eine Expertenbefragung zum Wohnungsmarkt durchgeführt. Neben den Fragen zur Einschätzung von Marktlage, Investitionsklima und künftigen Perspektiven wurden von Vermietern Daten zu Mieterwechseln und Leerständen erfragt.

Zusammenfassung

  • Die aktuelle Wohnungsmarktlage in Paderborn wird 2011 in allen Segmenten als erheblich angespannter als noch im letzten Jahr beurteilt. Nur noch das obere Preissegment wird als ausgewogen beurteilt.
  • Auf dem Mietwohnungsmarkt werden als Hauptproblem weiterhin die steigenden Nebenkosten genannt. Die Hälfte der befragten Experten weist auf „zu wenig oder zu wenig geeignetes Bauland“ als Problem hin. Das Problem „zu wenig kleine Wohnungen/Appartements“ sehen erstmals mehr Akteure als Thema an als die sonst genannten „zu wenig große Wohnungen“.
  • Eine weiter ansteigende Nachfrage für den Zeitraum in 3–5 Jahren wird von den Experten eindeutig für die kleinen Wohnungen bis 50 m² und 65 m² gesehen. Bei den Wohnungen bis 80 m² wird noch ein geringer Anstieg und bei den größeren Wohnungen noch keine Veränderung der bisherigen Nachfrage erwartet.
  • Am positivsten wird das Investitionsklima beim Erwerb bestehenden Wohnraums gesehen. Die Situation beim Neubau von Mietwohnungen wird weiterhin als „eher schlecht“ eingeschätzt. Das Investitionsklima beim Neubau von Eigentumswohnungen wird jedoch als besser als beim Neubau von Eigentumswohnungen beurteilt.
  • Bei der Weiterentwicklung der Wohnungsbestände werden als wichtigste Handlungsfelder Energiesparmaßnahmen und ein barrierefreier Umbau genannt.
  • Die in den Wohnungsbeständen der befragten Hausverwaltungen und Wohnungsunternehmen ermittelte Leerstandsquote von 0,8% ist niedriger als in den Vorjahren. Eine Barrierefreiheit wird nur für weniger als 1,5% der Wohnungen dieses Wohnungsbestandes angegeben.
  • Die durchschnittliche Fluktuation im Bestand der befragten Unternehmen ist von 10,5% in 2009 auf 9,6% in 2010 zurückgegangen. Mögliche Gründe könnten in einem allgemein niedrigeren Wohnungsangebot aufgrund geringer Baufertigstellungen gesehen werden. Dies zeigt sich auch im auffällig verminderten Angebot an Wohnungsanzeigen in den Zeitungen und auch im Internet im Vergleich zu den Vorjahren.