Wohnungsmarktbarometer 2012 Paderborn

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Das Amt für Liegenschaften und Wohnungswesen der Stadt Paderborn hat im Mai 2012 wieder örtliche Akteure zur Lage auf dem Wohnungsmarkt befragt. Erstmals wurde bei den Fragen zur Beurteilung der Wohnungsmarktlage gesondert nach den Segmenten Eigenheime und Eigentumswohnungen gefragt. Weiterhin wurde das Thema „Studierende und der Wohnungsmarkt“ aufgegriffen.

Zusammenfassung der Ergebnisse

  • Die aktuelle Wohnungsmarktlage in Paderborn wird 2012 in allen Segmenten als erheblich angespannter als noch im letzten Jahr beurteilt. Kein Preissegment wird mehr als ausgewogen eingeschätzt. Am angespanntesten wird die Situation bei den Miet-wohnungen im unteren Preissegment gesehen. Für den Zeitraum in zwei Jahren wird die Marktlage fast gleich angespannt und auch in drei bis fünf Jahren noch nicht wieder ausgewogen bewertet.
  • Auf dem Mietwohnungsmarkt wird erstmals an erster Stelle als Hauptproblem „zu wenig oder zu wenig geeignetes Bauland“ genannt. Danach folgt weiterhin die Thematik „steigende Nebenkosten“ und das Problem „zu wenig kleine Wohnungen/Appartements“. Auffallend häufiger genannt als im Vorjahr wird die Problematik: „Abschmelzen der Sozialwohnungsbestände“.
  • Eine weiter ansteigende Nachfrage für den Zeitraum in 3 – 5 Jahren wird von den Experten eindeutig für die kleinen Wohnungen bis 50 m² und 65 m² gesehen. Bei den anderen Wohnungsgrößen wird eher noch keine Veränderung der bisherigen Nachfrage erwartet.
  • Das Investitionsklima wird 2012 so positiv bewertet wie noch bei keiner der bislang erfolgten Befragungen. Als am besten wird dabei die Situation bei den Eigentumswohnungen gesehen. Bis auf den Mietwohnungsbau wird das Investitionsklima sowohl im Neubau als auch bei den Bestandsmaßnahmen und dem Erwerb bestehenden Wohnraums auch künftig als „eher gut“ eingeschätzt.
  • Bei der Weiterentwicklung der Wohnungsbestände werden weiterhin als wichtigste Handlungsfelder Energiesparmaßnahmen und ein barrierefreier Umbau genannt.
  • Die in den Wohnungsbeständen der befragten Hausverwaltungen und Wohnungsunternehmen ermittelte Leerstandsquote von 1% ist weiterhin niedrig und liegt deutlich unter der üblichen Fluktuationsreserve von 3%.

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