Wohnungsmarktbarometer 2013 Paderborn

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Das Amt für Liegenschaften und Wohnungswesen der Stadt Paderborn hat im Mai 2013 wieder örtliche Akteure zur Lage auf dem Wohnungsmarkt befragt. Neu aufgenommen in den Fragenkatalog wurde die Beurteilung des Bedarfs an Neubauwohnungen in unterschiedlichen Marktsegmenten und die Frage nach Hemmnissen für einen höheren Neubau öffentlich geförderter Mietwohnungen in Paderborn.

Zusammenfassung der Ergebnisse

  • Die aktuelle Wohnungsmarktlage in Paderborn wird 2013 nochmals als erheblich angespannter als im letzten Jahr beurteilt. Am angespanntesten – mit den höchsten Werten bislang - wird die Situation bei den Mietwohnungen im unteren und öffentlich geförderten Preissegment gesehen. Für den Zeitraum in 3 - 5 Jahren wird in allen Segmenten mit einer Entspannung im Vergleich zu 2013 gerechnet. Allerdings wird trotzdem beim unteren und öffentlich geförderten Segment weiterhin eine angespannte Situation vermutet.
  • Auf dem Mietwohnungsmarkt wird weiterhin an erster Stelle als Hauptproblem „zu wenig oder zu wenig geeignetes Bauland“ genannt. Danach folgen wie im Vorjahr die Thematik „steigende Nebenkosten“ und das Problem „zu wenig kleine Wohnun-gen/Appartements“. Dass kleine Wohnungen fehlen sehen inzwischen dreimal mehr der Befragten als Schwierigkeit an, als dass „zu wenig große Wohnungen“ vorhanden sind. Das Problem „steigende Nettokaltmieten“ wurde bei der Befragung vor zwei Jahren nur von 1 Person genannt, in diesem Jahr jedoch bereits von fast 20% der Akteure. Besonders bei kleinen Wohnungen wird ein sehr hoher Bedarf gesehen, dabei so-wohl im unteren, mittleren als auch öffentlich geförderten Segment. Die Beurteilung „sehr hoher“ Bedarf wurde am häufigsten bei den Altengerechten Wohnungen gewählt. "Familieneigenheime“ wurden eindeutig mit einem geringeren Bedarf als die anderen Wohnungstypen beurteilt.
  • Das Investitionsklima wird 2013 so positiv bewertet wie noch bei keiner der bislang erfolgten Befragungen. Erstmals seit Beginn der Umfrage zum Wohnungsmarktbarometer wird sogar der Neubau von Mietwohnungen als „eher gut“ beurteilt. Am besten - mit Tendenz Richtung „sehr gut“ - wird dabei die Situation bei den Eigentumswohnungen gesehen. Auch zukünftig wird die Situation für alle Segmente weiterhin als „eher gut“ beurteilt.
  • Als stärkstes Hemmnis des öffentlich geförderten Mietwohnungsbaus in Paderborn wird angegeben, dass keine geeigneten Grundstücke verfügbar seien und da-nach die zu hohen Grundstückspreise. Erst an dritter Stelle wird gesehen, dass die Rendite bei freifinanzierten Wohnungen erheblich höher sei, so dass in Paderborn besonders ein Engpass an geeigneten Grundstücken zu bestehen scheint.
  • Die in den Wohnungsbeständen der befragten Hausverwaltungen und Wohnungsunternehmen ermittelte Leerstandsquote von 0,8% ist weiterhin niedrig und liegt deutlich unter der üblichen Fluktuationsreserve von 3%.

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