Wohnungsmarktbarometer Witten 2004

Zusammenfassung des Wittener Expertenbarometers mit PDF-Datei

Hier finden Sie eine Kurzübersicht über die Ergebnisse der aktuellen Expertenbefragung. Die Langfassung steht zum Download zur Verfügung.

 

Wohnungsmarktbarometer 2004 - Einschätzung der Wohnungsmarktlage
Kernaussagen

Allgemein
In Witten kann z.Z. weder von einer Wohnungsnot noch von einem Überangebot an Wohnungen gesprochen werden. Insgesamt ist die Situation recht entspannt. Zu Engpässen wird es jedoch aus Sicht einiger Experten künftig im preisgebundenen Mietwohnungsmarkt Witten kommen.

Mietwohnungsmarkt
Insbesondere veraltete Bestände mit nicht nachfragegerechten Wohnungszuschnitten und –ausstattungen lassen sich bereits jetzt schwer vermieten. Hinzu kommt die allgemein schlechte wirtschaftliche Lage mit allen negativen Folgen, die zur Zeit den Mietwohnungsmarkt stark belasten. Leerstände gibt es offenbar vor allem bei kleinen Wohnungen, in 50-er Jahre Beständen, im Innenstadtbereich, insbesondere bei Wohnungen ohne Balkon oder ohne Stellplatz. Auch laute Wohnungen oder Wohnungen mit vielen Sozialwohnungseinheiten in der Nachbarschaft sind nur schwer vermietbar.
Chancen werden allenfalls im Bereich der stärkeren (möglichst flexiblen) Zielgruppenausrichtung von Wohnungen gesehen: „Investitionen in den Bestand vor Neubau“.

Eigentumsmarkt
Auf dem Eigentumsmarkt zeigt sich ebenfalls die allgemeine schlechte wirtschaftliche Lage. Steigende Kosten bei nachlassender Kaufkraft führen dazu, dass die Bautätigkeit im Eigentumsbereich derzeit nachlässt. Hinzu kommt, dass die Konkurrenz der Nachbarstädten vor dem Hintergrund allgemein rückläufiger Bevölkerungsentwicklung stark zunimmt. Chancen ergeben sich insbesondere in einer Attraktivierung der Innenstädte sowie dem maßvollen Neubau günstiger Ein- und Zweifamilienhäuser in landschaftlich ansprechenden Bereichen.

Nachfragentwicklung
Die Nachfrageentwicklungen in den einzelnen Teilmärkten wird stark unterschiedlich gesehen, allgemein geht man aber von einer unveränderten Nachfrage aus. Nachfragesteigerungen werden im Eigenheimbereich und im Mietwohnungsmarkt des unteren Preissegments erwartet, Nachfragerückgänge vor allem im Mietwohnungsmarkt des oberen und mittleren Preissegments.

Investitionsklima
Das Investitionsklima im Neubaubereich (Eigenheime und Mietwohnungen) wird z.Z. als negativ bezeichnet, ein positiveres Klima herrscht bei den Bestandsinvestitionen und dem Erwerb bestehenden Wohnraums. Neben den bereits o.g. negativen Folgen der aktuell schlechten Wirtschaftslage im Hinblick auf das Investitionsklima gibt es aber auch starke positive Aspekte, die auch heute für eine Investition in den Immobilienbereich sprechen, wie z.B. die z.Z. günstigen Finanzierungsbedingungen sowie das gute Infrastrukturangebot in Witten.

Regionaler Wohnungsmarkt
Für die teilnehmenden Wittener Wohnungsmarktexperten gibt es gute Gründe, den Blick auf das Wohnungsmarktgeschehen zu regionalisieren (Aufbau von Netzwerken, Kooperationen, Konzentration von Ressourcen, Steigerung der Wettbewerbschancen). Insbesondere die Lösung kommunenübergreifender Probleme (demographische Entwicklung, Regionalplanung, Wohnungsleerstände) wird in einer regionalen Wohnungsmarktbeobachtung besser möglich sein.