Grenzüberschreitender Wohnungsmarkt Belgien - Deutschland - Niederlande 2013

1. Regionaler Wohnungsmarktbericht von Stadt und Städteregion Aachen, deutschsprachiger Gemeinschaft Ostbelgien und der Provinz und Parkstad Limburg

Hintergrund

2011 hat sich mit Unterstützung der Bezirksregierung Köln eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich mit dem grenzüberschreitenden
Wohnungsmarkt auseinandersetzen soll.
Mit diesem ersten Bericht will die AG den Grundstein für die Beobachtung des grenzüberschreitenden Wohnungsmarktes legen - eine Fortschreibung ist von allen Teilnehmern gewollt.

Für diesen Bericht wurden solche Indikatoren ausgewählt, deren Daten aus allgemein zugängigen Quellen in allen drei Ländern zu erhalten sind.

Für die belgischen Kommunen liefern IWEPS (Institut wallon de l’évaluation, de la prospective et de la statistique) und die Sozio-demographische Datenbank CYTISE der Katholischen Universität
von Löwen die notwendigen Daten. Die niederländischen Kommunen erhalten die Daten von E,til, einem Maastrichter Wirtschaftsforschungsinstitut. Für die deutschen Kommunen wird auf die Daten der Landesdatenbank von IT.NRW, der Regionaldatenbank des Statistischen Bundesamtes und für den geförderten Wohnraum auf die Daten der NRW.Bank zurückgegriffen.

Dieser Bericht ist die Darstellung des Status quo und soll sich in der Zukunft dynamisch weiterentwickeln. Dies bedeutet, dass einerseits Zeitreihen begründet werden sollen, andererseits aber auch weitere Indikatoren und deren Bedeutung für den grenzüberschreitenden Wohnungsmarkt einfließen sollen.

Indikatoren

Beobachtet wird für diesen ersten Bericht der Zeitraum 2009 bis 2011. Die Indikatoren wurden in drei Kategorien aufgeteilt: Bevölkerung, Wohnungsbestand und Wohnungsmarktentwicklung.

  • In der Kategorie Bevölkerung wird auf die Gesamtbevölkerung, die Bevölkerung nach Altersgruppen und nach Herkunft sowie die Haushalte und die Wanderungen geschaut.
  • Die Kategorie Wohnungsbestand gibt Auskunft über alle Wohneinheiten, Wohneinheiten zur Miete und im Eigentum, den Wohnungsleerstand und den Wohnungswert.
  • Die Wohnungsmarktentwicklung gibt Auskunft über die Baufertigstellungen, den Abbruch von Wohneinheiten und die künftige Neubauentwicklung.

 

Ergebnis

Die Trends zeigen deutlich , dass die Mehrzahl der teilnehmenden Kommunen bis ins Jahr 2030 mit einer geringeren Bevölkerung und zugleich deutlichen Alterung zu rechnen haben. Genau hier ist der notwendige Ansatz für die Modernisierung des Wohnungsmarktes
zu sehen und Anpassungen an die aktuellen Anforderungen vorzunehmen, auch um Familien mit Kindern ein Angebot an bezahlbarem und attraktivem Wohnraum machen zu können.

Die Schaffung zusätzlichen Wohnraumes insbesondere im Innenstadtbereich der Kommunen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels ist eine Aufgabe, denen sich Kommunen, Investoren aber auch Hauseigentümer vermehrt stellen müssen.

Gleichzeitig wird es wichtig sein, hohen Wohnungsleerstand zu vermeiden. Die alleinige Ausweisung neuer Wohngebiete wie in der
Vergangenheit ist in Anbetracht schrumpfender Bevölkerungszahlen
kein geeigneter Weg.

(Aus Kap. "Vorwort" und "Bewertung")