Wohnungsmarktbericht 2013 für den Oberbergischen Kreis

Inhaltsüberblick mit Langfassung als PDF-Datei

Aus der Pressemitteilung des Kreises:

Die Oberbergischen Immobilienmakler sehen die derzeitige Situation auf dem Wohnungsmarkt weiterhin gekennzeichnet durch einen erhöhten Bedarf an altersgerechtem und kostengünstigem, d.h. staatlich gefördertem Wohnraum. Dies ist eines der Ergebnisse, das der Gutachterausschuss des Oberbergischen Kreises in seinem neuen Wohnungsmarktbericht veröffentlicht.

Ähnlich wie im vergangenen Jahr nennen die befragten Experten niedrige Renditen, Infrastrukturdefizite, einen Modernisierungsstau bei älteren Gebäuden und hohe Baukosten in gleichem Umfang als Haupthindernisse für Wohnungsbauinvestitionen in Oberberg. Hier hat sich gegenüber der Befragung vom letzten Jahr lediglich die Reihenfolge geändert.

Die Experten erwarten in den nächsten 5 Jahren in fast allen Teilmärkten einen Preisanstieg von rd. 5%. Bei den Mieten hingegen gehen sie von einer Steigerung von rd. 3% aus, wobei man im Südkreis eher mit sinkenden Mieten rechnet. Rd. 75% der Makler stuft den Stellenwert von Wohnimmobilien zur Alterssicherung als hoch ein. Hingegen sind 60% der Meinung, dass die Wohnimmobilie als Renditeobjekt in Oberberg eher eine durchschnittliche Bedeutung hat.

Das größte Risiko der Wohnungsmarktentwicklung wird in der Vermarktungsproblematik von überalterten Wohnungen gesehen. 85% der Makler äußerten sich dementsprechend.

Neben den Ergebnisses der Befragung (Wohnungsmarktbarometer) stellt der Wohnungsmarktbericht auf 135 Seiten statistische Daten  verschiedenster Stellen zum Wohnungsmarkt zusammen. Damit ist er in Deutschland weiterhin einer der ersten Berichte, der auch für einen Landkreis Wohnungsmarktdaten liefert. Er soll für die Wirtschaft, Verwaltung, Politik und Öffentlichkeit Handlungsgrundlagen liefern.

Rd. 125.000 Wohnungen stehen der Oberbergischen Bevölkerung zur Verfügung oder anders ausgedrückt, in einem Haushalt leben durchschnittlich 2,3 Personen. 75 % aller Wohnungen sind vor 1979 gebaut. Die Leerstandsquote bei Wohnungen liegt im Kreisgebiet nach der Auswertung des Zensus 2011 zwischen rd. 3 und 7 %. Diese Zahlen decken sich weitestgehend mit aktuellen Angaben von einigen Energieversorgern.

Das Thema Mieten wird ebenfalls umfassend dargestellt. Umfassend wird die Entwicklung der Mieten aus Wohnungsanzeigen dargestellt. Auch der 2013 neu erstellte Mietspiegel ist enthalten.

Des weiteren sind die Konditionen und Ergebnisse der Wohnraumförderung des Landes im Kreis beschrieben.