Wohnungsmarktbericht 2014 für den Oberbergischen Kreis

Zusammenfassung zum 4. Wohnungsmarktbericht für den Oberbergischen Kreis mit Langfassung als PDF-Datei

Der Wohnungsmarktbericht stellt auf 129 Seiten Zahlen, Daten und Fakten verschiedenster Behörden und Stellen zusammen, die Einwirkungen auf den Wohnungsmarkt haben. Damit ist er in Deutschland weiterhin einer der ersten Berichte, der auch für einen Landkreis Wohnungsmarktdaten liefert. Er soll für die Wirtschaft, Verwaltung, Politik und Öffentlichkeit Handlungsgrundlagen liefern.

  • Rd. 126.000 Wohnungen stehen der Oberbergischen Bevölkerung zz. zur Verfügung oder anders ausgedrückt, in einem Haushalt leben durchschnittlich 2,2 Personen. 75 % aller Wohnungen sind vor 1987 gebaut.
  • Die Leerstandsquote bei Wohnungen liegt im Kreisgebiet nach der Auswertung des Zensus 2011 zwischen rd. 3 und 7 %. Diese Zahlen decken sich weitestgehend mit aktuellen Angaben von einigen Energieversorgern.

Das Thema Mieten wird ebenfalls umfassend dargestellt. Neben der Gegenüberstellung der Mieten über einen langen Zeitraum ist auch der 2013 neu erstellte Mietspiegel enthalten.

Der Bericht enthält auch die Markteinschätzungen von Immobilienmaklern aus dem Oberbergischen Kreis:

  • Sie sehen die derzeitige Situation auf dem Wohnungsmarkt weiterhin gekennzeichnet durch einen erhöhten Bedarf an altersgerechtem und kostengünstigem, d.h. staatlich gefördertem Wohnraum.
  • Ähnlich wie im vergangenen Jahr werden niedrige Renditen, Infrastrukturdefizite, ein Modernisierungsstau bei älteren Gebäuden und hohe Baukosten in gleichem Umfang als Haupthindernisse für Wohnungsbauinvestitionen in Oberberg ausgemacht. Hier hat sich lediglich die Reihenfolge gegenüber dem letzten Jahr geändert. Die Experten erwarten in den nächsten 5 Jahren in fast allen Teilmärkten einen Preisanstieg von rd. 3%. Bei den Mieten gehen sie im Nord- und Mittelkreis von einer Steigerung von 4 % aus, im Südkreis von 1 %.
  • Rd. 79 % der Makler stuft den Stellenwert von Wohnimmobilien zur Alterssicherung als hoch ein. Hingegen sind 50 % der Meinung, dass die Wohnimmobilie als Renditeobjekt in Oberberg eher eine durchschnittliche Bedeutung hat.
  • Das größte Risiko der Wohnungsmarktentwicklung wird in den weiter steigenden Bau- und Betriebskosten und in der weiteren Aufspaltung des Wohnungsmarktes gesehen. 56 % der Makler äußerten sich dementsprechend.