Arbeitskreis Wohnen im Alter: Strategiepapier kreisweite Wohnraumberatung

Bilanz des ersten Jahres der Zusammenarbeit

Im ersten Jahr der Zusammenarbeit des Arbeitskreises Wohnen im Alter erfolgte zunächst ein Austausch über den aktuellen Stand in allen Kommunen, wobei festgestellt wurde, dass dieser sehr heterogen ist. Deutlich wurde, dass v.a. bei den professionellen Wohnraumanbietern sehr guter Kenntnisstand und eine hohe Bereitschaft zum Engagement vorliegen. Handlungsbedarf besteht dagegen v.a. bei privaten Eigentümern, die gerade im Rheinisch-Bergischen Kreis überaus viel Bestand besitzen. Da der demographische Wandel im Rheinisch-Bergischen Kreis zukünftig großen Bedarf erzeugen wird, gehen die am AK mitwirkenden Experten davon aus, dass eine intensivere Auseinandersetzung mit dem Thema „Wohnen im Alter“ im gesamten Kreisgebiet unerlässlich sein wird.

Da hier ein großer Aufwand nur sehr geringen finanziellen und personellen Ressourcen gegenübersteht, wird der Versuch gestartet, dieses Aufgabenfeld kreisweit abgestimmt anzugehen, um über Mehrwerte finanziell und personell tragfähige Optionen zu entwickeln. 

Eckpunkte einer kreisweiten Wohnraumberatung

Die Entwicklung einer kreisweiten Wohnraumberatung im Rheinisch-Bergischen Kreis wird durch den AK Wohnen im Alter als Zielsetzung der nächsten Jahre empfohlen.

Hierzu wurde eine Strategieentwicklung angedacht, die die beiden Zielsetzungen

  • Qualifizierung und
  • kreisweite Vernetzung

berücksichtigt.

Die Umsetzung wird dabei nicht sofort in allen Kommunen erfolgen können, sondern muss, aufgrund sehr begrenzter personeller und finanzieller Ressourcen, mittelfristig in kleinen Schritten, aber sehr zielorientiert aufgebaut werden.

Zentrale Absicht ist es, dass mit einer strategischen Planung zur Wohnraumberatung ein Mehrwert in allen Kommunen für öffentliche und nicht-öffentliche Akteure entsteht. In den Kommunen können die Ausgangslage und der bestehende Handlungsbedarf besser eingeschätzt und fachlich fundierte zukünftige konzeptionelle Planungen vorgenommen werden.

Zudem sorgt eine transparente Kommunikation mit abgestimmten Planungen bei allen Akteuren für mehr Planungssicherheit. Der erzielte Mehrwert geht dabei über die Einsparung von Kosten für die Pflege hinaus. Die Weiterentwicklung eines attraktiven Wohnungsmarktes mit einem ausdifferenzierten Angebot für unterschiedliche Nachfragergruppen in allen Altersklassen wird so in jeder Kommune angestoßen.