Soziale Wohnraumförderung NRW 2017

Statistischer Bericht zum Förderergebnis insgesamt und nach Förderprogrammen in Nordrhein-Westfalen 2017

Gesamtförderergebnis 2017

Mit den Mitteln des Wohnraumförderungsprogramms wurden insgesamt 9.666 Wohneinheiten mit rund 907 Mio. € gefördert. Die Programmausschöpfung lag bei 82,4 Prozent (2016: 96,4%) und insgesamt wurden 14,5 Prozent weniger Mittel abgefragt als im Vorjahr. Dennoch ist das Jahr 2017 als gutes Förderjahr zu bewerten, da insgesamt deutlich mehr Mittel abgerufen wurden als im Durchschnitt der vergangenen Jahre.

Mietwohnungen – weiter deutlich gestiegene Programmausschöpfung

Im Förderbereich zu Neubau und Neuschaffung von Mietwohnraum wurde mit rund 810 Mio. € rund 17% weniger Fördervolumen bewilligt als im Vorjahr (2016: 978 Mio. €). Der Rückgang ist im Wesentlichen durch die geringeren Investitionen in Flüchtlingsunterkünfte begründet (2017: 31 Mio. €, 2016: 152 Mio. €), das Förderergebnis für den übrigen Mietwohnraum liegt nur knapp unter dem hohen Vorjahresniveau. Insgesamt wurden im Jahr 2017 7.230 Wohnungen gefördert.

Diese teilen sich auf in 6.085 neu gebaute Mietwohnungen, 144 im Gebäudebestand neu geschaffene Mietwohnungen, 612 Wohnheimplätze in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung sowie 389 Wohnheimplätze für Studierende.

Die Programmmittel wurden dabei mit 96,4% nahezu vollständig ausgeschöpft. Die nach wie vor guten Förderkonditionen trugen zu der positiven Gesamtentwicklung bei. Im Jahr 2017 wurden Tilgungsnachlässe in Höhe von rund 177 Mio. € (2016: 223 Mio. €) im Mietwohnungsneubau bewilligt.

Neubau Eigentumsmaßnahmen – programmgemäße Entwicklung

Mit rund 19 Mio. € wurden 178 Eigenheime und Eigentumswohnungen gefördert (2016: 24 Mio. €; 229 Eigenheime und Eigentumswohnungen). Die Förderrichtlinien sahen vor, den Neubau von selbst genutztem Wohneigentum nur in Kommunen mit hohem oder überdurchschnittlichem Bedarf zu fördern. Die Programmnutzung ist erneut rückläufig und beträgt rund 21 Prozent (2016: 27%).