Wohnungsleerstand

Themenüberblick und mögliche Indikatoren

Nicht nur in Regionen mit schrumpfender Nachfrage ist in den letzten Jahren das Interesse gestiegen, den Wohnungsleerstand zu ermitteln. Auch auf angespannten Wohnungsmärkten kommt es zu punktuellen Leerständen in unattraktiven Lagen, sozial problematischen Quartieren oder schlecht verwalteten Beständen.

Generell ist Leerstand ein komplexes Thema. Wohnungen können leer stehen,

  • weil es keine ausreichende Nachfrage gibt,
  • weil die Nachfrager andere oder günstigere Wohnungen möchten,
  • weil der Eigentümer die Wohnung gerade umbauen/sanieren möchte (umgekehrt kann es auch sein, dass er deshalb jetzt umbaut, weil er die Wohnung sonst nicht vermieten könnte),
  • weil der Eigentümer sie nur temporär nutzt (Ferienwohnung, periodische Zweitwohnung),
  • weil der Eigentümer die Wohnung vom Markt genommen hat (Sanierung zu teuer; Aufwand lohnt nicht; bei Einliegerwohnungen: weil er keine fremden Leute im eigenen Haus wohnen haben will etc.).

 

Für die Wohnungsmarktbeobachtung ist es daher wichtig, vor allem den marktbedingten Leerstand zu identifizieren. Dabei ist dann die Entwicklung der Leerstände im Zeitverlauf und deren räumliche Entwicklung besonders interessant. Erhellend, aber selten verfügbar sind Informationen zu Leerstandsstrukturen (Gebäudetyp, -zustand, Baualter, Leerstandsdauer) und den möglichen Gründen.

Da es keine amtlichen Daten über Leerstände gibt, haben einige Städte Verfahren entwickelt, Wohnungsleerstände eigenständig zu ermitteln. Aber auch Verbände und gewerbliche Anbieter stellen Erhebungsmethoden oder selbst ermittelte Daten zur Verfügung.

zum Überblick über Datenquellen zum Leerstand und Verfahren
   zur Leerstandserhebung.

Hier werden Indikatoren vorgestellt, die in der AG Methoden entwickelt wurden und - wenn entsprechende Daten verfügbar sind - möglichst so gebildet werden sollten.

 

 


Artikelaktionen