Kommunale Gebäude- oder Wohnungsbestandsdatei

Beschreibung der Datengrundlage

Viele Städte verfügen über eine eigene kommunale Fortschreibung des Gebäude- und Wohnungsbestands.

Manche Städte tun dies mit einer Gebäudedatei. Diese basiert in der Regel auf einem Auszug aus den Ergebnissen der Totalerhebungen von 1968 oder 1987, den die Statistischen Landes- und Bundesämter den Städten unter bestimmten Voraussetzungen zur Verfügung gestellt haben.

Erhebungseinheit ist das Gebäude (Adresse), enthalten sind alle möglichen Merkmale zum Gebäude und zur Zahl der Wohnungen darin, meist aber nicht zu den einzelnen Wohnungen.

Die Datei wird mit Hilfe der Baufertigstellungen und -abgänge jährlich fortgeschrieben. Der große Vorteil besteht darin, dass man die Datei mit weiteren Merkmalen verknüpfen kann, die bei anderen Erhebungen gewonnen wurden, etwa zu Leerständen, Besitzform, Mieten, Sozialbindungen etc.

Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, die Daten auf jeder denkbaren kleinräumigen Ebene auszuwerten.


Die Fehleranfälligkeit ist vergleichbar mit der amtlichen Fortschreibung. Außerdem wurden diese kommunalen Statistiken in der Vergangenheit unterschiedlich gut gepflegt. Für die Wohnungsmarktbeobachtung ist es daher wichtig, die Qualität der vor Ort verfügbaren Gebäudedatei  zu kennen. Häufig hat die Einführung einer kommunalen Wohnungsmarktbeobachtung Anlass dazu gegeben, die Gebäudedatei per Befragung und Begehung zu aktualisieren.

Wie man eine neue Gebäudedatei aufbauen kann, hat eine Diplomarbeit im Jahr 2010 am Beispiel der Stadt Augsburg untersucht.


Viele Kommunen haben zwar keine Gebäudedatei, aber immerhin eine kleinräumige Gebäude- und Wohnungsstatistik. Sie enthält kleinräumig aggregierte (z.B. Stadtteilebene) Daten zum Bestand, die ebenfalls fortgeschrieben werden. So hat man Daten zur Art und Zahl der Wohngebäude und Wohnungen, die man in Bezug zu anderen kleinräumigen Daten (etwa zur Bevölkerung) setzen und daraus bestimmte Durchschnittswerte und Verhältnisindikatoren errechnen kann(Wohnflächeninanspruchnahme, Anteil geförderter Wohnungen etc.).

Verfügbarkeit

In der Regel jährlich.