Frühwarnindikatoren

Überblick

Frühwarnindikatoren haben die Aufgabe, bestimmte Entwicklungen möglichst frühzeitig aufzuzeigen. Dazu eigenen sich Indikatoren, die

  • möglichst zeitnah verfügbar sind oder
  • Vorstufen/frühe Stadien einer Entwicklung anzeigen

Es gibt Indikatoren, die eher allgemeine/bundesweite Trends bzw. so etwas wie eine allgemeine Konjunktur widerspiegeln. Andere lassen sich auch als Indikatoren für kleinräumige Veränderungsprozesse nutzen.

 

Im Indikatorensatz der (kommunalen) Wohnungsmarktbeobachtung gibt es eine ganze Reihe möglicher Frühwarnindikatoren. Eine vollständige Liste ist in Vorbereitung. Bis dahin seien folgende Beispiele genannt:


Entwicklung des Wohnungsangebots und seiner Rahmenbedingungen


bundes-/landesweite Indikatoren:


kommunale/regionale Indikatoren

  • Investitionsklima laut Wohnungsmarktbarometer als Hinweis auf die Investitionsneigung der (örtlichen) Wohnungswirtschaft
  • Baugenehmigungen als Ausblick
  • Struktur des Wohnungsangebots in Internet und Zeitungen (Anzahl, Baualter, Neubau/Bestand)


kleinräumig

  • Erteilung von Abgeschlossenheitsbescheinigungen als Hinweis auf mögliche geplante Umwandlungen von Miet- in Eigentumswohnungen und evtl. Auswirkungen auf Quartiersstrukturen


Entwicklung der Wohnungsnachfrage


kommunale/regionale Indikatoren


kleinräumig

  • Verkäufe von Bestandsimmobilien (ETW, umgewandelte ETW und Eigenheime)
  • Zahl der "jungen Alten" (z.B. 65-80 Jahre), letzteres als Hinweis auf zukünftigen Bedarf altengerechter Wohnungen und Infrastruktur


Entwicklung der Marktanspannung


kommunale Indikatoren

kommunale/kleinräumige Indikatoren

  • Angebotsmieten und -preise in Zeitungen/Internet als Hinweis auf entstehende Engpässe oder Angebotsüberhänge; kleinräumig ausgewertet als Indikator von Verdrängungsprozessen oder rückläufiger Nachfrage
  • Zwangsversteigerungen als (kleinräumiger) Hinweis auf wohnungswirtschaftliche Probleme (unattraktive Bestände oder Mikrolagen)
  • Zahl leerstehender Wohnungen als Hinweis auf (kleinräumig) rückläufige Nachfrage
  • Zahl der Umzüge als Hinweis auf mögliche Veränderungen der Quartiersstruktur