Bevölkerung und Haushalte

Überblick über den Indikatorbereich für die Wohnungsmarktbeobachtung

Nachfrager auf dem Wohnungsmarkt sind nicht Einwohner, sondern die Haushalte.

Bei guter Datenlage sollte die Wohnungsmarktbeobachtung eher die Haushalte analysieren als die Bevölkerung.

Seit der Volkszählung ist die Datenlage zu Haushalten jedoch ziemlich schlecht. Zumindest gilt das für Großstädte unter 500.000 Einwohnern, für die es keine eigenen Werte aus dem Mikrozensus gibt. Jedoch können sich die Kommunen mit Haushaltegenerierungsverfahren behelfen; diese sind sehr sinnvoll, weil sie auch für andere Zwecke sehr hilfreich sind, jedoch mit etwas Aufwand verbunden.

Liegen keine Haushaltsdaten vor, sollte zur Orientierung immerhin die Einwohnerentwicklung analysiert und eine Aussage zur Haushaltsgrößenstruktur versucht werden.

Viele Informationen zur Struktur und Veränderung der Bevölkerung lassen sich ohnehin nur aus der Einwohnerstatistik ableiten. Wichtig für den Wohnungsmarkt sind z.B.

  • Wanderungsbewegungen (Zu-, Fort- und Umzüge),
  • die Altersstruktur, die Hinweise gibt auf die Bedeutung und künftige Entwicklung von Gruppen mit besonderer Nachfrage (z.B. Ältere, Familiengründer)
  • evtl. der Migrationshintergrund, wenn Segregationsprozesse oder Diskriminierung untersucht werden sollen.

 


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