Forum KomWoB (2010): Kommunale Handlungskonzepte Wohnen. Erfahrungsberichte nordrhein-westfälischer Kommunen

Ergebnisse des Erfahrungsaustauschs der AG Konzepte im Forum KomWoB, Stand 2010. Kurzfassung mit PDF-Datei

Informationsaustausch zu den Handlungskonzepten Wohnen

In der AG Konzepte des Forum wurde Anfang 2009 beschlossen, sich verstärkt mit dem Thema „Handlungskonzepte Wohnen“ auseinanderzusetzen. Ausschlaggebend war - neben dem Steuerungsinteresse der Städte - auch die Bestimmungen zur Wohnraumförderung NRW. Diese ermöglichen es u.U., von den üblichen Bestimmungen zu Mittelvergabe abzuweichen, wenn die Kommunen besondere Bedarfe in einem Konzept begründen können.

Das Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen hat bereits mit der im Jahr 2007 veröffentlichten Broschüre „Entscheidungshilfe Kommunale Handlungskonzepte Wohnen“ auf die Bedeutung von dialogorientierten Prozessen in der – kommunalen - Wohnungspolitik hingewiesen und sich verpflichtet „im Rahmen der Wohnraumförderung zusätzliche Mittel für Maßnahmen in Kommunen mit wohnungspolitischen Handlungskonzepten“ vorzuhalten „und auch eine mittelfristige Finanzierung entsprechender Vorhaben über mehrere Programmjahre“ zuzusichern.

Im Rahmen der AG wurde 2009 eine erste Bestandsaufnahme zu Handlungskonzepten Wohnen erarbeitet. Dabei wurde ersichtlich, dass es kommunale Planungen, Strategien und Konzepte gibt, die zwar namentlich kein Handlungskonzept Wohnen darstellen, jedoch (Teil-)Aspekte hiervon beinhalten. In einem zweiten Schritt wurden Kommunen der AG Konzepte gebeten, ihren Sachstand zu den Handlungskonzepten Wohnen anhand aus-gewählter Leitfragen zu dokumentieren und zwar in Abhängigkeit davon, ob die jeweilige Kommune über ein wohnungspolitisches Konzept verfügt bzw. daran arbeitet (Modell A) oder ob in es in der Kommune projektbezogene und/ oder strategische Planungen für das Handlungsfeld Wohnen gibt, die über andere Fachplanungen abgedeckt werden (Modell B).

Ziel dieser Veröffentlichung

... ist es, dass alle Kommunen ihre strategischen und konzeptionellem Engagements im Themenfeld Wohnen darlegen können und den Fokus nicht allein auf die Namensgebung „Handlungskonzepten Wohnen“ zu legen. Die beschriebenen Fallbeispiele haben die jeweiligen Kommunen selbst beschrieben. Zudem soll in dieser Publikation insbesondere der Diskussionsprozess in der AG Konzepte dokumentiert werden: Was sind wichtige Bausteine eines wohnungspolitischen Konzeptes? Wie wichtig ist die politische Rückendeckung? Wie können die betroffenen Fachämter eingebunden werden? Wie bindet man andere Wohnungsmarktakteure ein?

Die Diskussion macht dabei deutlich, dass die Teilnehmer sehr unterschiedliche Erfahrungen und Erwartungen mitbringen. Um hier von den anderen zu lernen, wollen die Städte zukünftig ausführlicher ihre konzeptionellen Planungen zum Thema Wohnen vorstellen. Auch soll ein Erfahrungsaustausch zu weniger er-folgreichen Projekten sowie von konkreten Erfahrungen mit der Bewilligung von Fördermitteln mit der Politik und mit Investoren stattfinden.

Hinweis: Das MBV NRW hat im Jahr 2010 eine weitere Studie herausgegeben, die die Erfahrungen von Kreisen und Kommunen mit Handlungskonzepten zum Wohnen als Arbeitshilfe für die Gemeinden aufarbeitet. Beide Veröffentlichungen ergänzen sich.