ENEV 2014 beschlossen

Im Oktober 2013 hat die Bundesregierung die Novellierung der Energieeinsparverordnung beschlossen. Vorausgegangen waren langwierige Diskussionen auf fachlicher und politischer Ebene, vor allem um den Konflikt zwischen Klimaschutz/Energieeinsparung auf der einen und dem Ziel, die Baukosten niedrig zu halten, um die aktuelle Wiederbelegung des Wohnungsneubaus nich abzuwürgen. Zuletzt hatte noch der Bundesrat einige Änderungen am Entwurf durchgesetzt. Die meisten Änderungen treten am 1. Mai 2014 in Kraft. Aus der EnEV 2012 (Arbeitstitel) ist damit die EnEV 2014 geworden.

Die Neuerungen betreffen vor allem den Neubau und die Kontroll- und Dokumentationspflichten. Die wichtigsten Punkte:

  • Ab 1. Januar 2016 dürfen Neubauten 25 % weniger Primärenergie verbrauchen. Die Gebäudehülle muss um 20 % energiesparender werden.
  • Die energetischen Anforderungen bei der Sanierung von Gebäuden bleiben ansonsten unverändert. Allerdings müssen Heizkessel, die älter als 30 Jahre sind, bis Ende 2014 ausgetauscht werden. Für selbstgenutzte Häuser gibt es Ausnahmen.
  • Die Bundesländer sind erstmals verpflichtet, eine Reihe der Anforderungen stichprobenartig zu kontrollieren.
  • Veränderung bei den Energieausweisen: Einführung von Energieeffizienzklassen (ähnlich wie bei Elektrogeräten), doch auf der bisherigen Skala. Der Ausweis muss bei Vermietung und Verkauf vorgelegt werden; die Effizienzklasse muss in Wohnungsanzeigen angegeben sein.

Zugleich sollen die Fördermittel für Neubau und energetische Sanierung ausgebaut werden.

Mehr zum Thema u.a. hier:
http://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/Aktuell/Medieninfos/2013/Ablage_Medieninfos/PM_enev.html